- 07.06.2013, 10:37:59
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Heinisch-Hosek: "Dürfen nicht zulassen, dass Frauenrechte infrage gestellt werden"
Bundesministerin bei der Eröffnung der Frauenenquete "Maskulinismus. Anti. Feminismus"
Utl.: Bundesministerin bei der Eröffnung der Frauenenquete
"Maskulinismus. Anti. Feminismus" =
Wien (OTS) - "Ich möchte mit den Frauenenqueten an die Tradition
Johanna Dohnals anschließen, um den Meinungsaustausch zu
frauenpolitischen Themen fortzuführen, aber auch für jene eine
Plattform schaffen, die etwas zu sagen haben und sich einbringen
möchten", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek heute,
Freitag, bei ihrer Begrüßungsrede zur Frauenenquete "Maskulinismus.
Anti. Feminismus" im Wiener Schloss Laudon. Gemeinsam mit der
Plattform "20000Frauen" lud die Bundesministerin zur dritten Enquete,
die sich in diesem Jahr den historischen Dimensionen des
Antifeminismus und Maskulinismus, den umkämpften Zonen von
Familienpolitiken, Lebensstilen, Arbeitsmarktpolitik,
Rechtsextremismus und Gewaltschutz widmet.
"Gerade die Obsorge-Debatte hat einige Männerrechtsbewegungen dazu
bewogen, sich zu verstärken, auch wenn die Vaterrechtsszene in
Österreich relativ überschaubar ist", so Heinisch-Hosek. Eine
Forderung sei die "automatische" gemeinsame Obsorge sowie die
Doppelresidenz nach Scheidung oder Trennung. "Väterrechtler pochen
dabei oft auf ihre Rechte, sprechen aber selten von damit verbundenen
Pflichten. Es geht schließlich vor allem um die Pflege und Fürsorge
für das Kind und nicht darum, Macht über Kind und Ex-Partnerin
ausüben zu können", sagte die Ministerin.
Frauenministerin Heinisch-Hosek nahm auch zu im Internet
angekündigten Störaktionen Bezug. "Wenn es Menschen gibt, die
feministische Tagungen als 'Störung' betrachten und Politikerinnen
meinen, Frauenhäuser seien an 'nachhaltiger Zerstörung von Ehen und
Partnerschaften beteiligt', dann ist es an der Zeit, dagegen zu reden
und anzustehen. Es wird immer frauenfeindliche Störaktionen geben,
mit denen wir leben müssen, doch wir müssen sie uns noch lange nicht
gefallen lassen." Die Genderdebatte finde sich jedoch nicht nur in
Extremen wie diesen wieder. "Die Debatte schleicht sich auch in die
Alltagskultur ein. Angekündigte Störaktionen und Schlechtreden sollen
uns und unsere Ziele zurückdrängen. Doch wir dürfen nicht zulassen,
dass Frauenrechte infrage gestellt werden", so die Ministerin.
Im Laufe des Tages tragen Expertinnen Impulsreferate vor. In
anschließenden Debatten und Workshops sollen Theorie und Praxis
verbunden werden. "Die Ergebnisse dieser Veranstaltungen stärken den
politischen Diskurs und ich freue mich auf den Gedankenaustausch",
sagte Ministerin Heinisch-Hosek abschließend.
Fotos von der Veranstaltung sind über das Fotoservice des
Bundespressedienstes, http://fotoservice.bundeskanzleramt.at,
kostenfrei abrufbar.
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