• 05.06.2013, 11:53:50
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WKÖ-Leitl: "EPU sind Leistungsträger der heimischen Wirtschaft - Kleinheit ist Größe"

4. Symposium der Ein-Personen-Unternehmen in der WKÖ zeigt Bedeutung der 251.000 EPU in Österreich auf

Utl.: 4. Symposium der Ein-Personen-Unternehmen in der WKÖ zeigt
Bedeutung der 251.000 EPU in Österreich auf =

Wien (OTS/PWK379) - Die Wirtschaftskammer Österreich(WKÖ) legt
seit Jahren einen Schwerpunkt auf Ein-Personen-Unternehmen (EPU) und
hielt gestern, Dienstag, ihr bereits 4. EPU-Symposium ab. Das Thema
der diesjährigen Veranstaltung lautete "Mythos EPU".

251.000 Ein-Personen-Unternehmen sind in Österreich Chef und
Mitarbeiter in einer Person und damit eine treibende Kraft der
heimischen Wirtschaft. "Auf den Unternehmergeist und nicht die
Mitarbeiterzahl kommt es an. EPU sind Leistungsträger in unserer
Unternehmerlandschaft. Kleinheit ist Größe", brachte es WKÖ-Präsident
Christoph Leitl auf den Punkt. "Es gibt viele, die als EPU
erfolgreich sind, keine Mitarbeiter anstellen möchten und mit ihrer
Unternehmensgröße zufrieden sind. Das ist auch gut so und wir wollen
dazu als Wirtschaftskammer die nötigen Rahmenbedingungen schaffen,
damit sich diese Betriebe bestmöglich entfalten können. Aber wir
unterstützen natürlich auch jene EPU, die ihren Betrieb durch die
Einstellung eines Mitarbeiters erweitern und wachsen wollen", betonte
der WKÖ-Präsident. Als konkrete Unterstützung wurde dafür die
Lohnnebenkostenförderung für den ersten Mitarbeiter ins Leben
gerufen. EPU bekommen dabei 25 Prozent der Bruttolohnkosten für den
ersten Mitarbeiter im ersten Jahr der Anstellung refundiert.

Der Trend, sich durch den Schritt ins Unternehmertum selbst zu
verwirklichen, ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Rund drei
Viertel aller EPU nennen als eines der wichtigsten Gründungsmotive
"Selbstverwirklichung". "Die Anzahl der EPU wird künftig auch weiter
ansteigen, denn immer mehr Menschen erfüllen sich den Wunsch nach
Selbstverwirklichung. Hinzu kommt, dass sie sich ihre Zeiteinteilung
flexibel gestalten können. Das fördert die Work-Life-Balance",
konkretisierte Anna Maria Hochhauser, Generalsekretärin der WKÖ. Für
EPU besonders relevant ist das Thema Gesundheit. Fällt der
Unternehmer aus, steht der ganze Betrieb. "Wir haben das bereits vor
Jahren zum Anlass genommen und die Betriebshilfe eingeführt. Fällt
der Unternehmer aus, bekommt er vorübergehend einen Helfer zur Seite
gestellt, der die Geschäftstätigkeit des Unternehmens aufrecht
erhält", erklärte die WKÖ-Generalsekretärin. Als weitere
Erleichterung nannte Hochhauser auch die jüngste Umsetzung des
Krankengeldes für Selbstständige. Verbesserungsbedarf bei den
Rahmenbedingungen ist allerdings weiter gegeben. Die
Wirtschaftskammer fordert als wesentliche nächste Schritte die
sofortige steuerliche Absetzbarkeit für geringwertige
Wirtschaftsgüter bis zu 1.000 Euro sowie die steuerliche
Absetzbarkeit des Arbeitszimmers im Wohnungsverband.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurde mit Hilfe von Experten
wie Politik- und Kommunikationsprofi Peter Filzmaier,
Zukunftsforscher Harry Gatterer sowie Peter Voithofer von der KMU
Forschung Austria verbreiteten Vorurteilen über
Ein-Personen-Unternehmen auf den Grund gegangen. So sind EPU etwa
keine Erscheinung der letzten Jahre. Lag früher der Schwerpunkt
verstärkt in den Handwerksbranchen, so entwickeln sich heutzutage vor
allem im Bereich Internet und New Media Unternehmenschancen speziell
für EPU. Zudem hängt Unternehmergeist hängt nicht von der Größe des
Betriebs ab. Unternehmer ohne Mitarbeiter und solche mit Angestellten
haben eines gemeinsam: sie agieren alle leistungsorientiert, tragen
das unternehmerische Risiko und müssen sich mit ihrer Geschäftsidee
erfolgreich am Markt positionieren. (ES)

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