- 31.05.2013, 10:55:01
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Ärztefunkdienst garantiert 24-Stunden-Versorgung in Wien
Jährlich ungefähr 500.000 ärztliche Visiten
Utl.: Jährlich ungefähr 500.000 ärztliche Visiten =
Wien (OTS) - Die Ärztekammer wehrt sich gegen den Vorwurf einer
mangelhaften ärztlichen Versorgung in den Rand- und Wochenendzeiten
in Wien. Tatsächlich würden im Rahmen des Ärztefunkdienstes täglich
nachts sowie an Samstagen, Sonn- und Feiertagen 24 Stunden hindurch
niedergelassene Ärztinnen und Ärzte Visiten fahren, betonte die
Vizepräsidentin der Ärztekammer für Wien, Eva Raunig. ****
Zusätzlich gebe es auch noch eine offene Ordination in der
Pillergasse 20 im 15. Wiener Gemeindebezirk. "Somit sind unsere
Patienten in Wien im extramuralen Bereich 24 Stunden hindurch
medizinisch bestens versorgt", betonte Raunig, die auch darauf
verweist, dass in der Bundeshauptstadt jährlich ungefähr 500.000
Hausbesuche von Allgemeinmedizinern sowie Urologen, Kinderärzten,
Internisten, Neurologen und Dermatologen durchgeführt werden -
zusätzlich zu den sowieso schon überdurchschnittlich langen
Arbeitszeiten im Krankenhaus und/oder Ordination.
Allerdings verhehlt die Vizepräsidentin nicht, dass es immer
schwieriger werde, genügend Ärztinnen und Ärzte für die zusätzliche
Tätigkeit im Ärztefunkdienst zu finden, denn: "Ein alleine fahrender
Arzt im Privat-PKW erhält pro Hausbesuch 26,39 Euro brutto." Werde
mit dem Ärztefunkdienst eigenen Wagen und zusätzlichem Fahrer
gefahren, gelangt ein Stundenlohn von 37,90 Euro brutto zur
Auszahlung. Raunig: "Das steht in keiner Relation zu dem, was
normalerweise für Notdienste in der Nacht und an Wochenenden,
beispielsweise für Installateure oder Schlüsseldienste, zu bezahlen
ist."
Nicht jeder Arzt könne es sich daher leisten, für diesen
Bruttolohn, von dem Unkosten und dann noch Steuern zu bezahlen sind,
im Ärztefunkdienst zu fahren. "In dieser Zeit müssen ja auch
eventuell Angehörige, wie beispielsweise Kinder, versorgt werden",
gibt Raunig zu bedenken. Sollte man also auch noch eine
Haushaltshilfe finanzieren müssen, werde die Tätigkeit im
Ärztefunkdienst "sehr bald zu einem Nullsummenspiel".
Dabei würde eine bessere finanzielle Ausstattung des
Ärztefunkdienstes - abgesehen von den medizinischen Vorteilen - auf
lange Sicht auch helfen, Kosten im Wiener Gesundheitswesen zu sparen.
Raunig: "Wären die Wiener Gebietskrankenkasse und die Stadt Wien
bereit, etwas mehr in den Ärztefunkdienst zu investieren, dann würden
sich die oftmals nicht notwendigen Spitalsambulanzbesuche erübrigen,
und die Patienten bräuchten darüber hinaus keine langen Wartezeiten
in den Ambulanzen in Kauf zu nehmen." (hpp)
(S E R V I C E - Ärztefunkdienst der Ärztekammer für Wien in den
Nachtstunden, an Wochenenden und an Feiertagen: Telefon 141; offene
Ordination an Samstagen, Sonn- und Feiertagen von 8.00 bis 20.00 Uhr
in Wien 15., Pillergasse 20.)
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