- 30.05.2013, 21:14:48
- /
- OTS0096 OTW0096
Neues Volksblatt: "Wunderwaffe" von Markus EBERT
Ausgabe vom 31. Mai 2013
Utl.: Ausgabe vom 31. Mai 2013 =
Linz (OTS) - Wenn sonst nichts mehr geht, schickt die SPÖ ihre
Wunderwaffe los. In den Verhandlungen um ein neues Lehrerdienstrecht
geht aus Sicht der verantwortlichen SPÖ-Ministerin Claudia Schmied
nicht viel, daher setzt sie auf ihre bewährte Strategie des
Lehrer-Bashings. Man lässt bestimmte Medien wissen, wie lukrativ denn
nicht die neue Lehrerbesoldung wäre; weil aber die widerspenstigen
Gewerkschafter das nicht mit Handkuss annehmen, gibt's die medialen
Schläge. Zu deren Verstärkung kommt die Wunderwaffe namens Hannes
Androsch ins Spiel: "Im Vergleich zur Lehrergewerkschaft waren
seinerzeit die Sowjets im UN-Sicherheitsrat mit ihrer Politik des
Njet ein Ausbund an Kompromissbereitschaft", darf er sagen, und auch,
dass das Dienstrecht ohne Gewerkschaft beschlossen werden soll. Wenn
Frank Stronach die Gewerkschaften abschaffen will, geht zu Recht (und
besonders laut von links) ein Aufschrei durchs Land; wenn für den
roten Altgranden Androsch die Lehrergewerkschaft ärger ist als ein
menschenverachtendes Regime, regt sich niemand. Bildungsexperte
Androsch erweist der Unterrichtsministerin und der Regierung freilich
einen schlechten Dienst. Keine Standesvertretung wird einknicken, nur
weil ein Balkon-Muppet Schimpftiraden loslässt. Wenn Androsch Politik
machen will, soll er es Stronach nachmachen und wieder in den Ring
steigen - um zu beweisen, ob er eine Wunderwaffe ist.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB






