• 28.05.2013, 12:30:49
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AK Kärnten fordert Strukturwandel und "Aufholmilliarde" vom Bund

Kärntner verdienen 4,1 Prozent weniger als Arbeitnehmer in anderen Bundesländern

Utl.: Kärntner verdienen 4,1 Prozent weniger als Arbeitnehmer in
anderen Bundesländern =

Klagenfurt (OTS) - "Die schlechte Einkommenssituation ist ein
Spiegelbild der schlechten Wirtschaftsstruktur", erklärt AK-Präsident
Günther Goach.In Kärnten vollzieht sich der Strukturwandel in
Richtung hochwertiger Produktion und Dienstleistungen viel langsamer
als in anderen Bundesländern.Hier müssen viele Versäumnisse
wettgemacht werden.
Nur wenn es gelingt, den Wirtschaftsstandort zu stärken und neue
Wachstumsfelder zu erschließen, können auch Einkommen steigen und
Arbeitsplätze geschaffen und gesichert werden. "Ich lade alle zur
Mitarbeit an diesem Projekt Strukturwandel ein, die jetzt positive
Impulse für die Zukunft Kärntens beisteuern wollen: Politiker,
Sozialpartner, Experten und Unternehmer", erklärt AK-Präsident
Günther Goach anlässlich der Präsentation einer aktuellen
Einkommensstudie und der daraus abzulesenden Misere am
Wirtschaftsstandort und Arbeitsmarkt Kärnten.
Ziel müsse es unter anderem sein, alle positiven Kräfte und Ideen
zu bündeln, um mit neuen Konzepten in Kärnten gemeinsam etwas weiter
zu bringen, so Goach. Die Bundesregierung fordert er auf, die Mittel
für den Strukturwandel in Form einer "Aufholmilliarde" für Kärnten zu
unterstützen.
Um 4,1 Prozent lagen die Löhne der Arbeiter und Angestellten in
Kärnten im Jahr 2011 unter dem Durchschnitt der Kollegen in den
anderen Bundesländern. Bedingt durch die hohe Inflation von 3,3
Prozent blieb unterm Strich eine Realeinkommenseinbuße von 1,2
Prozent übrig.
Gravierend sind erneut die Einkommensunterschiede zwischen Frauen
und Männern ausgefallen - für gleichwertige Arbeit konnten Frauen auf
ihrem Gehaltskonto 1.688 Euro verbuchen, Männer hingegen 2.552 Euro.
Ebenfalls deutlich zu niedrig sind die Einstiegsgehälter für junge
Arbeitnehmer (bis 19 Jahre) im Jahr 2011 bemessen gewesen. Sie
verdienten um neun Prozent weniger als Berufseinsteiger in den
anderen Bundesländern.
Die höchsten Einkommen waren in Kärnten 2011 bei den
Energieversorgern (4.363 Euro/ Monat) und die niedrigsten im Bereich
Erziehung und Unterricht (1.470 Euro/Monat) zu verzeichnen. Wolfsberg
hält seit 2005 die Spitzenposition im Bezirksranking mit einem
Medianeinkommen von 2.252 Euro monatlich.
Die Ursachen für die Einkommensnachteile mit denen die Kärntner zu
kämpfen haben, liegen laut AK-Präsident Günther Goach, auf der Hand:
"Der hohe Anteil an Tourismus- und Bauwirtschaft schlägt sich ebenso
zu Buche wie die Abwanderung junger, qualifizierter Arbeitskräfte."

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AKK

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