- 24.05.2013, 08:30:31
- /
- OTS0013 OTW0013
Presseaussendung des Fachverbandes der Pensionskassen vom 23.5.
Fritz Janda vergleicht wieder einmal Äpfel mit Birnen
Utl.: Fritz Janda vergleicht wieder einmal Äpfel mit Birnen =
Wien (OTS) - Erstens ist die von ihm immer wieder gepriesene
langfristige Performance der Pensionskassen Schimäre: die in den
alten Verträgen mit Rechenzinsen(RZ) von 3,5% aufwärts geknebelten
Pensionisten und Anwartschaftsberechtigten, also das Gros der derzeit
im System verwalteten, nämlich an die 800.000, haben in den letzten
10 Jahren bereits zwischen 10 und über 50% ihres Pensionsanspruchs
verloren. Der ständige Hinweis auf eine Durchschnittsperformance von
über 5% seit 1990 ist unzulässig: die überwiegende Zahl der
Pensionskassenverträge wurde um die Jahrhundertwende abgeschlossen
und seither liegt der Durchschnittswert nur bei etwa 2,5%, also 1-4
Prozent unter dem erforderlichen Rechenzins. Es ist aber notwendig,
diesen RZ netto zu erreichen, um sofortige Pensionskürzungen zu
vermeiden.
Zweitens kann die Option eines Wechsels in die Betriebliche
Kollektivversicherung (BKV) sehr wohl von Interesse sein, zumindest
für diejenigen, deren RZ bei maximal 3,5% liegt. Das kann zwar nicht
global empfohlen werden, ist jedoch unter Berücksichtigung der
persönlichen Daten wie Lebenserwartung, Familienstand,
Pensionsantrittszeitpunkt etc. im Einzelfall durchaus sinnvoll.
Für die "Opfer" der seinerzeitigen Pensionskassenzusagen mit
Rechenzinsen bis zu 6,5%, also geschätzte 50.000 Pensionisten und
300.000 Anwartschaftsberechtigte hat die Pensionskassengesetznovelle
jedoch gar nichts gebracht: sie müssen mit dem Damoklesschwert weiter
sinkender Pensionen bzw. Pensionszusagen weiterleben.
Der Wechsel innerhalb der Pensionskasse in ein anderes Modell kostet
genauso, wie der in die BKV pro Prozent RZ-Absenkung rund 10%
sofortigen Pensionsverlust. Wozu dann also innerhalb einer
Pensionskasse wechseln?
Den Betroffenen bleibt somit nur die Hoffnung darauf, dass man sich
auf die Lippenbekenntnisse von Finanzministerin, Sozialminister, ÖGB
und AK, "nach der Reform sei vor der Reform" verlassen kann. Das
heißt also: Warten auf die nächste Legislaturperiode - und darauf,
dass man das Einlösen der Versprechen überhaupt noch erlebt!
Die österreichischen Pensionskassen haben im Vorfeld der
Euroeinführung in Form nicht mehr realistischer Rechenzinsen das
"Blaue vom Himmel" versprochen, dadurch Dienstgeber begünstigt und
Betroffene nachhaltig geschädigt. Und das versucht man seither durch
Schönreden wegzudiskutieren.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PKB






