- 17.05.2013, 11:58:16
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Durchschaubares Druckmittel: ORF holt sich bezahlte Schützenhilfe zur Durchsetzung seiner Forderungen
Wien (OTS) - "Der ORF engagiert eine teure Beratungsfirma, um sich
von dieser dann genau das bestätigen zu lassen, was er seit Monaten
propagandaartig fordert - nämlich mehr Freiheiten und mehr Geld.", so
kommentiert Klaus Schweighofer, Vorstandsvorsitzender des Verbands
Österreichischer Privatsender (VÖP) und Vorstand der Styria Media
Group, einen diesbezüglichen Bericht der Nachrichtenagentur APA. "Und
das Ganze auch noch durch Gebührenmittel finanziert. Die Intentionen
des ORF dahinter sind durchschaubar. Dass die Medienpolitik solchen
populistischen Druckmitteln nachgibt, ist hingegen völlig
unwahrscheinlich."
Die Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) hatte sich
einem Bericht der APA zufolge im Auftrag des ORF mit
Zukunftsszenarien beschäftigt. Als Ergebnis hatte sich die BCG
angeblich für mehr Freiheiten für den ORF im Online Bereich
ausgesprochen und die ORF-Forderung nach mehr Gebührengeldern sowie
zusätzlichen Vermarktungsmöglichkeiten unterstützt.
"Der ORF hat im internationalen Vergleich bereits heute enorme
Freiheiten im Online-Bereich.", resümiert Schweighofer. "Er darf hier
weit mehr als andere öffentlich-rechtliche Anstalten. Eine Ausweitung
ist daher keineswegs notwendig."
"Der ORF braucht nicht mehr Geld!", stellt auch Corinna Drumm,
Geschäftsführerin des VÖP, klar. "Es gilt nach wie vor, die
vorhandenen Sparpotentiale zu realisieren. Und dabei sprechen wir
nicht von Einsparungen am Kernauftrag, sondern von Einsparungen in
jenen Bereichen, die für die Auftragserfüllung kaum oder keine
Bedeutung haben. Gerade im Unterhaltungsbereich gibt es mehr als
genug Sparpotential."
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