• 16.05.2013, 13:41:37
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Beim Patientenombudsmann geht es um die Rechte und Anliegen der Patienten

Mediator, Vermittler und Mitstreiter - Szekeres: "Nicht alles schlechtreden, was neu kommt"

Utl.: Mediator, Vermittler und Mitstreiter - Szekeres: "Nicht alles
schlechtreden, was neu kommt" =

Wien (OTS) - Der Patientenombudsmann/-frau sei weder ein PR-Gag der
Ärztekammer noch ein Versorgungsjob für Gesundheitsexperten und auch
kein verdecktes Kontrollinstrument für die niedergelassenen Ärztinnen
und Ärzte, betonte Wiens Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres in
Reaktion auf diesbezügliche Äußerungen des niederösterreichischen
Patientenanwalts Gerald Bachinger. ****

"Wer das behauptet oder insinuiert, denkt wie der Schelm, der er
sein mag", betonte Szekeres. Fakt sei, dass es für die Wiener
Spitäler eine vom Gemeinderat ernannte Patientenanwältin gebe, die
weisungsungebunden sei und über eine gute Personalinfrastruktur und
finanzielle Ressourcen verfügte.

Fakt sei, dass es für Patienten, die sich - und das sei immer noch
die Mehrzahl - von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten behandeln
ließen, kaum eine zentrale unabhängige Ansprechstelle gebe, die auch
Gewicht in der Öffentlichkeit habe.

Und Fakt sei, dass es eine Schlichtungsstelle gebe und dass
Ärztinnen und Ärzte, die gegen Regeln verstießen, auch bestraft oder
angezeigt würden.

Wer stets über Mängel im Gesundheitssystem jammere und diese
kritisiere, müsse eigentlich froh sein, dass es nunmehr eine von den
Patienten demokratisch gewählte Patientenombudsschaft in Wien gebe.
Szekeres: "Es gibt genügend Fälle, wo sich Patienten, aus welchen
Gründen auch immer, im Stich gelassen oder schlecht behandelt fühlen
oder einfach nicht mehr weiter wissen." Genau dafür sollte der
Patientenombudsmann/-frau da sein: "Als ein Mediator, Vermittler und
Mitstreiter der Patienten."

"Ich frage mich, was daran schlecht und ein PR-Gag sein soll", so
Szekeres. Im Gegenteil: Den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sei
bewusst, dass sie der Patientenombudsmann/-frau nicht mit
"Samthandschuhen" anfassen werde: "Er ist niemandem Rechenschaft
schuldig - außer gegenüber den Patienten und sich selbst."

Und was die Infrastruktur betreffe: Um diese sollte man sich vorab
keine Sorgen machen - wie manche Kritiker meinten. Wenn notwendig,
werde es genügend finanzielle, personelle und ressourcenbezogene
Unterstützung geben. Szekeres: "Bleiben wird doch sachlich und reden
wir nicht alles schlecht, was neu kommt." So werde das
Gesundheitssystem nicht besser, und auch Reformen könnten nicht
durchgeführt werden.

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