Seniorenbund ad Pflegefonds-Verlängerung: Licht und Schatten

Wichtiger Schritt für Sicherung der Pflege aber fehlender Mut für weitreichende Schritte

Wien (OTS) - Zur heute im Ministerrat beschlossenen Verlängerung des vom Seniorenbund seit 2008 eingeforderten Pflegefonds hält LAbg. Ingrid Korosec, Bundesobmann-Stellvertreterin des Österreichischen Seniorenbundes, Landesvorsitzende des Wiener Seniorenbundes und Pflege-Verhandlerin des Österreichischen Seniorenrates fest:

"Wir anerkennen und danken dafür, dass Finanzministerin Maria Fekter trotz eines schwierigen Konsolidierungspaketes zusätzliche Geldmittel, finanziert aus Steuereinnahmen, für Pflege und Betreuung zur Verfügung gestellt hat. Dass damit eine Regelung bis über die nächsten Finanzausgleichsverhandlungen (2014) hinaus gefunden wurde, ist für die späteren - dringend nötigen - Reform-Verhandlungen ein entscheidender Vorteil. Besonders froh sind wir, dass diese Geldmittel aufgebracht werden, ohne über Versicherungsleistungen oder Ähnliches die Lohnnebenkosten der Aktiven zu erhöhen, und ohne die Pensionen der Älteren zu verkürzen. Beides waren und bleiben für den Seniorenbund entscheidende Grundbedingungen. Auch die Fixierung des bundesweiten Casemanagements (Anm.: Einzelfallbegleitung) ist ein entscheidender Schritt zur Einführung der von uns entwickelten 'Alterswohlfahrt'."

"Schade ist, dass der Mut zu einer echten Struktur-Reform fehlte -wie es eigentlich bei Gründung des Pflegefonds 2011 vereinbart war. Weiterhin gibt es im Bundesgebiet für dieselbe Leistung unterschiedliche Zuzahlungspflichten, Bedingungen und Tarifregelungen; besonders der Verzicht auf eine flächendeckende Abschaffung des Kinder-Regress ist für uns unverständlich", so Korosec zu den Kritikpunkten des Seniorenbundes.

Korosec betont abschließend zu den aufrechten Pflege-Forderungen des Seniorenbundes: "Leistbare Pflege und Betreuung für alle, die Unterstützung brauchen. Finanziert aus Steuermitteln und unter möglichst einheitlichen Rahmenbedingungen im gesamten Bundesgebiet verfügbar. Geldleistung zum Erhalt der Wahlfreiheit immer vor Sachleistung. Regelmäßige Anpassung des Pflegegeldes an die gestiegenen Kosten. Zudem ein reformiertes Ausbildungsprogramm für alle Pflegeberufe. Dies sind und bleiben die Grundbedingungen des Österreichischen Seniorenbundes auch nach den heutigen Beschlüssen!"

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