- 14.05.2013, 12:02:17
- /
- OTS0151 OTW0151
Seniorenbund ad Pflegefonds-Verlängerung: Licht und Schatten
Wichtiger Schritt für Sicherung der Pflege aber fehlender Mut für weitreichende Schritte
Utl.: Wichtiger Schritt für Sicherung der Pflege aber fehlender Mut
für weitreichende Schritte =
Wien (OTS) - Zur heute im Ministerrat beschlossenen Verlängerung des
vom Seniorenbund seit 2008 eingeforderten Pflegefonds hält LAbg.
Ingrid Korosec, Bundesobmann-Stellvertreterin des Österreichischen
Seniorenbundes, Landesvorsitzende des Wiener Seniorenbundes und
Pflege-Verhandlerin des Österreichischen Seniorenrates fest:
"Wir anerkennen und danken dafür, dass Finanzministerin Maria
Fekter trotz eines schwierigen Konsolidierungspaketes zusätzliche
Geldmittel, finanziert aus Steuereinnahmen, für Pflege und Betreuung
zur Verfügung gestellt hat. Dass damit eine Regelung bis über die
nächsten Finanzausgleichsverhandlungen (2014) hinaus gefunden wurde,
ist für die späteren - dringend nötigen - Reform-Verhandlungen ein
entscheidender Vorteil. Besonders froh sind wir, dass diese
Geldmittel aufgebracht werden, ohne über Versicherungsleistungen oder
Ähnliches die Lohnnebenkosten der Aktiven zu erhöhen, und ohne die
Pensionen der Älteren zu verkürzen. Beides waren und bleiben für den
Seniorenbund entscheidende Grundbedingungen. Auch die Fixierung des
bundesweiten Casemanagements (Anm.: Einzelfallbegleitung) ist ein
entscheidender Schritt zur Einführung der von uns entwickelten
'Alterswohlfahrt'."
"Schade ist, dass der Mut zu einer echten Struktur-Reform fehlte -
wie es eigentlich bei Gründung des Pflegefonds 2011 vereinbart war.
Weiterhin gibt es im Bundesgebiet für dieselbe Leistung
unterschiedliche Zuzahlungspflichten, Bedingungen und
Tarifregelungen; besonders der Verzicht auf eine flächendeckende
Abschaffung des Kinder-Regress ist für uns unverständlich", so
Korosec zu den Kritikpunkten des Seniorenbundes.
Korosec betont abschließend zu den aufrechten Pflege-Forderungen
des Seniorenbundes: "Leistbare Pflege und Betreuung für alle, die
Unterstützung brauchen. Finanziert aus Steuermitteln und unter
möglichst einheitlichen Rahmenbedingungen im gesamten Bundesgebiet
verfügbar. Geldleistung zum Erhalt der Wahlfreiheit immer vor
Sachleistung. Regelmäßige Anpassung des Pflegegeldes an die
gestiegenen Kosten. Zudem ein reformiertes Ausbildungsprogramm für
alle Pflegeberufe. Dies sind und bleiben die Grundbedingungen des
Österreichischen Seniorenbundes auch nach den heutigen Beschlüssen!"
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SEN






