Greenpeace zum Bienengipfel: Nationales Verbot von Bienenkillern gefordert

Parlament soll dauerhaftes und vollständiges Verbot von Neonicotinoiden beschließen

Wien (OTS) - Anlässlich des heute Dienstag von Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich ohne Umweltschutzorganisationen einberufenen Bienengipfels protestiert Greenpeace vor dem Landwirtschaftsministerium und fordert ein nationales Verbot von bienengefährlichen Pestiziden.

"Statt einem Alibi-Gipfel muss jetzt endlich gehandelt werden. Minister Berlakovich hat in Brüssel zweimal gegen den Vorschlag der EU-Kommission gestimmt und so ein Verbot auf europäischer Ebene blockiert. Wir fordern daher, dass die Parlamentsparteien diesen Fehler beheben und ein dauerhaftes und vollständiges Verbot der gefährlichen Pestizide beschließen. Das Bienensterben muss sofort gestoppt werden", so Greenpeace Landwirtschaftssprecherin Dagmar Urban.

Als Ergebnis des Gipfels befürchtet Urban "eine reine Showveranstaltung, die uns keinen Schritt weiter bringt." Die Europäische Kommission werde vermutlich noch im Mai ein auf zwei Jahre begrenztes Teilverbot der gefährlichsten Neonicotinoide vorlegen. "Diese zeitlich begrenzte Notmaßnahme von Brüssel muss Österreich sowieso umsetzen. Ein Teilverbot ist allerdings zu wenig, um die Bienen zu retten. Wir müssen endlich unsere Verantwortung wahrnehmen und einen Wandel hin zu nachhaltigen, ökologischen Landwirtschaftspraktiken einleiten", ist Urban überzeugt.

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Dagmar Urban, Landwirtschaftsexpertin Greenpeace, Tel.: +43 (0)664 61 26 721
Florian Schweitzer, Pressesprecher Greenpeace, Tel.: +43 (0)664 61 26 718

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