• 06.05.2013, 11:23:46
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ÖH-Bundesvertretung 2011 bis 2013: Ein Blick zurück

Viel erreicht, aber noch viel zu tun

Utl.: Viel erreicht, aber noch viel zu tun =

Wien (OTS) - Die ÖH-Wahlen stehen kurz bevor, von 14. bis 16. Mai
schreiten die Studierenden aller österreichischen Universitäten
wieder an die Urnen, um ihre Vertretung zu wählen. Die aktuelle
Exekutive der ÖH Bundesvertretung warf daher heute im Rahmen einer
Pressekonferenz einen Blick zurück und zog Bilanz über die gemeinsame
Arbeit.
"Die ÖH Bundesvertretung hat in den letzten beiden Jahren in beiden
Bereichen - Service und Politik - hart gearbeitet und viel vorgelegt.
Mit einem konstruktiven und offensiven Zugang haben wir die
hochschulpolitische Debatte mitgeprägt. StEOP, Studiengebühren,
Inskription und Zugangsbeschränkungen - in allen Bereichen hat sich
die ÖH für eine Verbesserung der Situation von Studierenden
eingesetzt", so Martin Schott vom Vorsitzteam der ÖH. "Im Mittelpunkt
unserer Arbeit stehen selbstverständlich die Studierenden, Beratung
und Hilfe in Notlagen sind Eckpfeiler unserer Arbeit. Vor allem die
kurzsichtige Hochschulpolitik der letzten Jahre hat die Notwendigkeit
einer kompetenten Anlaufstelle für Studierende deutlich gezeigt."

"Mit persönlicher Beratung von Studierenden, dem Ausbau von
Serviceangeboten und zahlreichen ausgefochtenen Rechtsstreitigkeiten
- von den Klagen gegen Studiengebühren bis hin zu
Unterhaltsstreitigkeiten - haben wir dafür gekämpft, dass Studierende
zu ihrem Recht kommen", so Christoph Huber, ÖH Generalsekretär. "Die
Beratungszeiten wurden ausgebaut und mit Terminen am Abend besonders
auf die Bedürfnisse von berufstätigen Studierenden eingegangen. Mit
dem SMS-Erinnerungsservice, der ÖH-Helpline und dem Schwarzen Brett,
der neuen Plattform der ÖH rund um Wohnen und Arbeiten mit eigener
Praktikumsbörse, wurde das Serviceangebot für Studierende
beträchtlich ausgebaut. Außerdem ging im November 2012 die
Studienplattform online, die angehenden Studierenden umfassende
Informationen und Beratung zur Studienwahl bietet. Mit dem neu
eingerichteten Heimfördertopf wurden außerdem Heimvertretungen
finanziell unterstützt und mit dem Fördertopf für queere und
feministische Forschung Forschungsarbeiten von Studierenden
gefördert."

"In den letzten beiden Jahren hat sich für Studierende einiges
geändert: Die Bundesregierung hat sich mit der Kürzung der
Familienbeihilfe, der Einführung der "Knock-Out-Phase StEOP" und dem
mutmaßlich verfassungswidrigen Versuch, die autonome Einhebung von
Studiengebühren zu ermöglichen, gegen die Studierenden gestellt", so
Janine Wulz vom Vorsitzteam der ÖH. "Als ÖH Bundesvertretung haben
wir uns in Verhandlungen und Diskussionen mit Ministerien, Rektoraten
und anderen Hochschulangehörigen für Studierende eingesetzt, und
konnten dabei auch einige Erfolge erreichen: Die chaotische
Voranmeldung wurde abgeschafft, die StEOP entschärft und durch
zahlreiche Sozial- und Härtefonds wurde Studierenden in Notlagen
geholfen. Durch unseren aktionistisch erkämpften Platz in der
Hochschulkonferenz konnten wir auch zentrale Themen der ÖH auf den
Verhandlungstisch bringen." Nicht zuletzt wurden auch breite Proteste
organisiert. "Mit der Organisation von Bildungsaktionstagen,
Demonstrationen gegen Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen haben
wir Studierenden eine Plattform gegeben, sich laut gegen eine
rückwärtsgewandte Bildungspolitik zu wehren."

"Neben zahlreichen Verhandlungen, Arbeitsgruppen und Stellungnahmen
zu Gesetzesentwürfen, war es uns besonders wichtig nicht immer nur
"Nein" zu sagen oder "nur" die kritische Betrachterin zu sein,
sondern auch konkrete Konzepte auf den Tisch zu legen und Projekte
für eine Politik, die wirkt, umzusetzen. Als Basis für unsere Arbeit
haben wir auch zahlreiche Studien in Auftrag gegeben. Eine von uns
beauftragte Sonderauswertung der Sozialerhebung zur studentischen
Mobilität ist zur Zeit auch Grundlage für Verhandlungen mit den ÖBB
für Vergünstigungen für Studierende", so Angelika Gruber vom
Vorsitzteam der ÖH. "Mit unserem umfangreichsten Projekt "Forum
Hochschule" haben wir deutlich gezeigt, dass wir nicht nur raunzen,
und haben konkrete, umsetzbare Konzepte auf den Tisch gelegt", so
Angelika Gruber vom Vorsitzteam der ÖH. "Die Analyse des ÖH Budgets
aus Geschlechterperspektive und der daraus resultierende Gender
Budgeting Report muss auch für andere öffentliche Stellen
Vorbildcharakter haben. Auch mit dem Projekt Hochschulen in der
NS-Zeit haben wir einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der
Geschichte der österreichischen Hochschulen geleistet. Diese Projekte
zeigen, dass wir Bildungs-und Gesellschaftspolitik miteinander
verschränkt sehen."

"Auch wenn die Ergebnisse nicht immer zu unserer Zufriedenheit
ausgefallen sind, war und ist es unsere Aufgabe, aktiv die Sichtweise
der Studierenden einzubringen. Wir waren wohl eine der ersten
Exekutiven seit langem, die ein Gesetz mit ausformuliert und
verhandelt hat. Und wir waren überhaupt die Ersten, die einen
umfassenden Plan für eine Neugestaltung des Hochschulraums in
Österreich vorlegen und bereits in zweiter Auflage erweitern
konnten", so Schott. "Mit Kompetenz und Konzepten muss die ÖH auch in
Zukunft gegen Verschlechterungen kämpfen und sich für bessere
Studienbedingungen einsetzen. Denn für Politik die wirkt, und
Service, das hilft braucht es eine starke, kritische und offensive
ÖH," so Schott abschließend.

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