ÖH-Bundesvertretung 2011 bis 2013: Ein Blick zurück

Viel erreicht, aber noch viel zu tun

Wien (OTS) - Die ÖH-Wahlen stehen kurz bevor, von 14. bis 16. Mai schreiten die Studierenden aller österreichischen Universitäten wieder an die Urnen, um ihre Vertretung zu wählen. Die aktuelle Exekutive der ÖH Bundesvertretung warf daher heute im Rahmen einer Pressekonferenz einen Blick zurück und zog Bilanz über die gemeinsame Arbeit.
"Die ÖH Bundesvertretung hat in den letzten beiden Jahren in beiden Bereichen - Service und Politik - hart gearbeitet und viel vorgelegt. Mit einem konstruktiven und offensiven Zugang haben wir die hochschulpolitische Debatte mitgeprägt. StEOP, Studiengebühren, Inskription und Zugangsbeschränkungen - in allen Bereichen hat sich die ÖH für eine Verbesserung der Situation von Studierenden eingesetzt", so Martin Schott vom Vorsitzteam der ÖH. "Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen selbstverständlich die Studierenden, Beratung und Hilfe in Notlagen sind Eckpfeiler unserer Arbeit. Vor allem die kurzsichtige Hochschulpolitik der letzten Jahre hat die Notwendigkeit einer kompetenten Anlaufstelle für Studierende deutlich gezeigt."

"Mit persönlicher Beratung von Studierenden, dem Ausbau von Serviceangeboten und zahlreichen ausgefochtenen Rechtsstreitigkeiten - von den Klagen gegen Studiengebühren bis hin zu Unterhaltsstreitigkeiten - haben wir dafür gekämpft, dass Studierende zu ihrem Recht kommen", so Christoph Huber, ÖH Generalsekretär. "Die Beratungszeiten wurden ausgebaut und mit Terminen am Abend besonders auf die Bedürfnisse von berufstätigen Studierenden eingegangen. Mit dem SMS-Erinnerungsservice, der ÖH-Helpline und dem Schwarzen Brett, der neuen Plattform der ÖH rund um Wohnen und Arbeiten mit eigener Praktikumsbörse, wurde das Serviceangebot für Studierende beträchtlich ausgebaut. Außerdem ging im November 2012 die Studienplattform online, die angehenden Studierenden umfassende Informationen und Beratung zur Studienwahl bietet. Mit dem neu eingerichteten Heimfördertopf wurden außerdem Heimvertretungen finanziell unterstützt und mit dem Fördertopf für queere und feministische Forschung Forschungsarbeiten von Studierenden gefördert."

"In den letzten beiden Jahren hat sich für Studierende einiges geändert: Die Bundesregierung hat sich mit der Kürzung der Familienbeihilfe, der Einführung der "Knock-Out-Phase StEOP" und dem mutmaßlich verfassungswidrigen Versuch, die autonome Einhebung von Studiengebühren zu ermöglichen, gegen die Studierenden gestellt", so Janine Wulz vom Vorsitzteam der ÖH. "Als ÖH Bundesvertretung haben wir uns in Verhandlungen und Diskussionen mit Ministerien, Rektoraten und anderen Hochschulangehörigen für Studierende eingesetzt, und konnten dabei auch einige Erfolge erreichen: Die chaotische Voranmeldung wurde abgeschafft, die StEOP entschärft und durch zahlreiche Sozial- und Härtefonds wurde Studierenden in Notlagen geholfen. Durch unseren aktionistisch erkämpften Platz in der Hochschulkonferenz konnten wir auch zentrale Themen der ÖH auf den Verhandlungstisch bringen." Nicht zuletzt wurden auch breite Proteste organisiert. "Mit der Organisation von Bildungsaktionstagen, Demonstrationen gegen Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen haben wir Studierenden eine Plattform gegeben, sich laut gegen eine rückwärtsgewandte Bildungspolitik zu wehren."

"Neben zahlreichen Verhandlungen, Arbeitsgruppen und Stellungnahmen zu Gesetzesentwürfen, war es uns besonders wichtig nicht immer nur "Nein" zu sagen oder "nur" die kritische Betrachterin zu sein, sondern auch konkrete Konzepte auf den Tisch zu legen und Projekte für eine Politik, die wirkt, umzusetzen. Als Basis für unsere Arbeit haben wir auch zahlreiche Studien in Auftrag gegeben. Eine von uns beauftragte Sonderauswertung der Sozialerhebung zur studentischen Mobilität ist zur Zeit auch Grundlage für Verhandlungen mit den ÖBB für Vergünstigungen für Studierende", so Angelika Gruber vom Vorsitzteam der ÖH. "Mit unserem umfangreichsten Projekt "Forum Hochschule" haben wir deutlich gezeigt, dass wir nicht nur raunzen, und haben konkrete, umsetzbare Konzepte auf den Tisch gelegt", so Angelika Gruber vom Vorsitzteam der ÖH. "Die Analyse des ÖH Budgets aus Geschlechterperspektive und der daraus resultierende Gender Budgeting Report muss auch für andere öffentliche Stellen Vorbildcharakter haben. Auch mit dem Projekt Hochschulen in der NS-Zeit haben wir einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der Geschichte der österreichischen Hochschulen geleistet. Diese Projekte zeigen, dass wir Bildungs-und Gesellschaftspolitik miteinander verschränkt sehen."

"Auch wenn die Ergebnisse nicht immer zu unserer Zufriedenheit ausgefallen sind, war und ist es unsere Aufgabe, aktiv die Sichtweise der Studierenden einzubringen. Wir waren wohl eine der ersten Exekutiven seit langem, die ein Gesetz mit ausformuliert und verhandelt hat. Und wir waren überhaupt die Ersten, die einen umfassenden Plan für eine Neugestaltung des Hochschulraums in Österreich vorlegen und bereits in zweiter Auflage erweitern konnten", so Schott. "Mit Kompetenz und Konzepten muss die ÖH auch in Zukunft gegen Verschlechterungen kämpfen und sich für bessere Studienbedingungen einsetzen. Denn für Politik die wirkt, und Service, das hilft braucht es eine starke, kritische und offensive ÖH," so Schott abschließend.

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