FSG-Peschek zu 1. Mai: Her mit dem sozialen Fortschritt!

Arbeitszeitverkürzung, Ausbildungsfonds und faire Entlohnung als wichtige Forderungen.

Wien (OTS/FSG) - "Seit über 120 Jahren ist der 1. Mai der Kampftag der ArbeiterInnenbewegung. Auch noch heute weht den ArbeitnehmerInnen in Europa ein eisiger Wind ins Gesicht. Immer mehr Menschen sind von Arbeitslosigkeit, enormen Leistungsdruck, gewaltigen Überstunden und working-poor betroffen. Trotz der höchsten Produktivität und bestentwickelten Technologie der Menschheitsgeschichte drängen Konzernbosse auf längere Arbeitszeiten, Kürzung von Urlaubs- und Feiertagen, Lohnverzicht sowie Steuergeschenke und wehren sich gegen betriebliche Mitbestimmung. Bei den SpitzenmanagerInnengehälter, die 48-mal so hoch sind wie der Durchschnittsverdienst der ArbeitnehmerInnen, wird natürlich nicht gespart. Offenbar weinen manche den Arbeitsbedingungen des 19 Jahrhunderts hinterher. Doch wir wollen nicht zurück in die Vergangenheit, sondern in die Zukunft! Dem technologischen Fortschritt muss ein sozialer Fortschritt folgen. Die Wirtschaft ist für den Menschen da und nicht umgekehrt. Der Mensch und seine Bedürfnisse ist daher in den Mittelpunkt zu stellen!", so Christoph Peschek, Wiener Jugendvorsitzender der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG), anlässlich des morgigen 1. Mai.++++

"Wir fordern vehement die Einführung der 30-Stunden-Arbeitswoche. Diese würde mehr Arbeitsplätze schaffen, eine höhere Lebensqualität ermöglichen und die Teilhabe am sozialen, kulturellen, familiären, sportlichen sowie politischen Leben verbessern. Auch die 6. Urlaubswoche für alle ist ein Gebot der Stunde, also auch für Lehrlinge und junge ArbeitnehmerInnen. Der Gewinnkuchen wird in einem hohen Ausmaß von ArbeitnehmerInnen gebacken, daher sollen diese nicht nur Krümel erhalten, sondern ein ordentliches Stück. Daher müssen wir auch working-poor bekämpfen und für faire Entlohnung sorgen!", so der Junggewerkschafter.
"Nach Fachkräften zu rufen und selber nicht genügend Lehrlinge auszubilden ist zu wenig! Bekanntlich fallen diese nicht vom Himmel, sondern müssen ausgebildet werden. Viele Unternehmer sollten sich wieder ihre soziale Verantwortung gegenüber der Gesellschaft bewusst werden und auch der Jugend eine Chance geben. Um mehr Gerechtigkeit zu schaffen, benötigt es daher auch einen Ausbildungsfonds. Lehrbetriebe würden dann bei qualitativ hochwertiger Ausbildung einen finanziellen Beitrag von Ausbildungsverweigerer erhalten und gleichzeitig hätten wir mehr Möglichkeiten für Bildungs- sowie Arbeitsmarktmaßnahmen. Das erfolgreiche Wiener Modell der Berücksichtigung von Ausbildungsbetrieben bei der öffentlichen Auftragsvergabe sollte von der Bundesregierung und der EU aufgegriffen werden, um einen weiteren Beitrag im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit zu leisten. Wir wollen nicht, dass rücksichtsloses Profitmaximieren und Dividendenausschüttungen für nimmersatte Aktionäre auf Kosten von Arbeits- bzw. Ausbildungsplätzen das Maß der Dinge sind, sondern die Menschen! Hoch der 1. Mai!", so Peschek abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

FSG-Wien-Presse
Franz Fischill
Tel.: (01) 534 44/39 266
Mobil: 0664/814 63 11
e-mail: franz.fischill@oegb.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0003