- 30.04.2013, 11:05:52
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FSG-Peschek zu 1. Mai: Her mit dem sozialen Fortschritt!
Arbeitszeitverkürzung, Ausbildungsfonds und faire Entlohnung als wichtige Forderungen.
Utl.: Arbeitszeitverkürzung, Ausbildungsfonds und faire Entlohnung
als wichtige Forderungen. =
Wien (OTS/FSG) - "Seit über 120 Jahren ist der 1. Mai der Kampftag
der ArbeiterInnenbewegung. Auch noch heute weht den ArbeitnehmerInnen
in Europa ein eisiger Wind ins Gesicht. Immer mehr Menschen sind von
Arbeitslosigkeit, enormen Leistungsdruck, gewaltigen Überstunden und
working-poor betroffen. Trotz der höchsten Produktivität und
bestentwickelten Technologie der Menschheitsgeschichte drängen
Konzernbosse auf längere Arbeitszeiten, Kürzung von Urlaubs- und
Feiertagen, Lohnverzicht sowie Steuergeschenke und wehren sich gegen
betriebliche Mitbestimmung. Bei den SpitzenmanagerInnengehälter, die
48-mal so hoch sind wie der Durchschnittsverdienst der
ArbeitnehmerInnen, wird natürlich nicht gespart. Offenbar weinen
manche den Arbeitsbedingungen des 19 Jahrhunderts hinterher. Doch wir
wollen nicht zurück in die Vergangenheit, sondern in die Zukunft! Dem
technologischen Fortschritt muss ein sozialer Fortschritt folgen. Die
Wirtschaft ist für den Menschen da und nicht umgekehrt. Der Mensch
und seine Bedürfnisse ist daher in den Mittelpunkt zu stellen!", so
Christoph Peschek, Wiener Jugendvorsitzender der Fraktion
Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG), anlässlich des
morgigen 1. Mai.++++
"Wir fordern vehement die Einführung der 30-Stunden-Arbeitswoche.
Diese würde mehr Arbeitsplätze schaffen, eine höhere Lebensqualität
ermöglichen und die Teilhabe am sozialen, kulturellen, familiären,
sportlichen sowie politischen Leben verbessern. Auch die 6.
Urlaubswoche für alle ist ein Gebot der Stunde, also auch für
Lehrlinge und junge ArbeitnehmerInnen. Der Gewinnkuchen wird in einem
hohen Ausmaß von ArbeitnehmerInnen gebacken, daher sollen diese nicht
nur Krümel erhalten, sondern ein ordentliches Stück. Daher müssen wir
auch working-poor bekämpfen und für faire Entlohnung sorgen!", so der
Junggewerkschafter.
"Nach Fachkräften zu rufen und selber nicht genügend Lehrlinge
auszubilden ist zu wenig! Bekanntlich fallen diese nicht vom Himmel,
sondern müssen ausgebildet werden. Viele Unternehmer sollten sich
wieder ihre soziale Verantwortung gegenüber der Gesellschaft bewusst
werden und auch der Jugend eine Chance geben. Um mehr Gerechtigkeit
zu schaffen, benötigt es daher auch einen Ausbildungsfonds.
Lehrbetriebe würden dann bei qualitativ hochwertiger Ausbildung einen
finanziellen Beitrag von Ausbildungsverweigerer erhalten und
gleichzeitig hätten wir mehr Möglichkeiten für Bildungs- sowie
Arbeitsmarktmaßnahmen. Das erfolgreiche Wiener Modell der
Berücksichtigung von Ausbildungsbetrieben bei der öffentlichen
Auftragsvergabe sollte von der Bundesregierung und der EU
aufgegriffen werden, um einen weiteren Beitrag im Kampf gegen die
Jugendarbeitslosigkeit zu leisten. Wir wollen nicht, dass
rücksichtsloses Profitmaximieren und Dividendenausschüttungen für
nimmersatte Aktionäre auf Kosten von Arbeits- bzw. Ausbildungsplätzen
das Maß der Dinge sind, sondern die Menschen! Hoch der 1. Mai!", so
Peschek abschließend.
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