- 25.04.2013, 17:05:26
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JUGENDVERTRETUNG: Wichtige Reformschritte beim Zivildienst auf Schiene! Völlige Gleichstellung fehlt!
Die BJV begrüßt die Ausweitung von Anrechnungen beim Zivildienst, fordert Nachbesserungen, um die Schlechterstellung von Zivildienern gegenüber Präsenzdienern endlich zu beenden.
Utl.: Die BJV begrüßt die Ausweitung von Anrechnungen beim
Zivildienst, fordert Nachbesserungen, um die
Schlechterstellung von Zivildienern gegenüber Präsenzdienern
endlich zu beenden. =
Wien (OTS) - In Bezug auf die heute präsentierten Reformvorhaben beim
Zivildienst sieht die Bundesjugendvertretung (BJV) erste wichtige
Schritte zur Aufwertung des Zivildienstes und des freiwilligen
Engagements junger Menschen: "Wir haben bereits nach der
Volksbefragung im Jänner vehement auf Reformen gepocht. Dass das
Freiwillige Soziale Jahr nun für den Zivildienst angerechnet werden
soll, ist ein wichtiger Erfolg, denn es ist nicht einzusehen, warum
Jugendliche, die ein Jahr ehrenamtliches Engagement leisten,
zusätzlich noch den Zivildienst absolvieren müssen", so die erste
Reaktion von BJV-Vorsitzendem David Neuber.
Positiv sieht die BJV auch die geplante Ausweitung der
Ausbildungsanrechnungen: "Junge Menschen opfern im Rahmen ihres
Zivildienstes viel Zeit. Damit diese Zeit nicht umsonst ist, ist es
wichtig, dass Ausbildungen, die im Rahmen ihres Zivildienstes
absolviert werden, auch für das weitere Berufsleben angerechnet
werden", betont Neuber.
Obwohl die Regierung jetzt einige Verbesserungen auf den Weg gebracht
hat, bleibt eine wesentliche Ungerechtigkeit leider weiter bestehen:
"Wir bedauern, dass die Regierung weiter an der Schlechterstellung
von Zivildienern gegenüber Präsenzdienern festhält und Jugendliche,
die Zivildienst ableisten, immer noch bestraft werden, obwohl sie
einen enormen Beitrag für das Sozialsystem leisten", kritisiert
Neuber.
Auch bei der Volksbefragung im Jänner zeigte sich der hohe
Stellenwert des Zivildienstes. Dieser müsse auch endlich anerkannt
werden und sich in konkreten Verbesserungen niederschlagen. "Es gibt
kein schlüssiges Argument, warum Zivildiener schlechter behandelt
werden sollen als Präsenzdiener", so Neuber.
Die Bundesjugendvertretung wird den Gesetzesentwurf jetzt eingehend
prüfen und sich für Nachbesserungen einsetzen, wo noch Mängel für
junge Menschen bestehen. Eine große Lücke sieht die BJV darin, dass
die Betroffenen selbst nicht in die Verhandlungen einbezogen waren.
Während die Einbeziehung von Trägerorganisationen auch wichtig ist,
ist nicht nachvollziehbar, weswegen weder Zivildiener selbst noch die
Bundesjugendvertretung in die Verhandlungen einbezogen wurden.
"Wir fordern die Regierung daher auf, die Einwände junger Menschen
ernst zu nehmen und bei der genaueren Ausgestaltung zu
berücksichtigen. Die Zivildienstreform darf jedenfalls keine
Husch-Pfusch-Aktion vor den kommenden Nationalratswahlen sein, die
letztendlich zulasten junger Menschen geht", so Neuber abschließend.
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