JUGENDVERTRETUNG: Wichtige Reformschritte beim Zivildienst auf Schiene! Völlige Gleichstellung fehlt!

Die BJV begrüßt die Ausweitung von Anrechnungen beim Zivildienst, fordert Nachbesserungen, um die Schlechterstellung von Zivildienern gegenüber Präsenzdienern endlich zu beenden.

Wien (OTS) - In Bezug auf die heute präsentierten Reformvorhaben beim Zivildienst sieht die Bundesjugendvertretung (BJV) erste wichtige Schritte zur Aufwertung des Zivildienstes und des freiwilligen Engagements junger Menschen: "Wir haben bereits nach der Volksbefragung im Jänner vehement auf Reformen gepocht. Dass das Freiwillige Soziale Jahr nun für den Zivildienst angerechnet werden soll, ist ein wichtiger Erfolg, denn es ist nicht einzusehen, warum Jugendliche, die ein Jahr ehrenamtliches Engagement leisten, zusätzlich noch den Zivildienst absolvieren müssen", so die erste Reaktion von BJV-Vorsitzendem David Neuber.

Positiv sieht die BJV auch die geplante Ausweitung der Ausbildungsanrechnungen: "Junge Menschen opfern im Rahmen ihres Zivildienstes viel Zeit. Damit diese Zeit nicht umsonst ist, ist es wichtig, dass Ausbildungen, die im Rahmen ihres Zivildienstes absolviert werden, auch für das weitere Berufsleben angerechnet werden", betont Neuber.

Obwohl die Regierung jetzt einige Verbesserungen auf den Weg gebracht hat, bleibt eine wesentliche Ungerechtigkeit leider weiter bestehen:
"Wir bedauern, dass die Regierung weiter an der Schlechterstellung von Zivildienern gegenüber Präsenzdienern festhält und Jugendliche, die Zivildienst ableisten, immer noch bestraft werden, obwohl sie einen enormen Beitrag für das Sozialsystem leisten", kritisiert Neuber.

Auch bei der Volksbefragung im Jänner zeigte sich der hohe Stellenwert des Zivildienstes. Dieser müsse auch endlich anerkannt werden und sich in konkreten Verbesserungen niederschlagen. "Es gibt kein schlüssiges Argument, warum Zivildiener schlechter behandelt werden sollen als Präsenzdiener", so Neuber.

Die Bundesjugendvertretung wird den Gesetzesentwurf jetzt eingehend prüfen und sich für Nachbesserungen einsetzen, wo noch Mängel für junge Menschen bestehen. Eine große Lücke sieht die BJV darin, dass die Betroffenen selbst nicht in die Verhandlungen einbezogen waren. Während die Einbeziehung von Trägerorganisationen auch wichtig ist, ist nicht nachvollziehbar, weswegen weder Zivildiener selbst noch die Bundesjugendvertretung in die Verhandlungen einbezogen wurden.

"Wir fordern die Regierung daher auf, die Einwände junger Menschen ernst zu nehmen und bei der genaueren Ausgestaltung zu berücksichtigen. Die Zivildienstreform darf jedenfalls keine Husch-Pfusch-Aktion vor den kommenden Nationalratswahlen sein, die letztendlich zulasten junger Menschen geht", so Neuber abschließend.

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