- 23.04.2013, 09:39:54
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KONSUMENT: Reiseversicherungen - Welche sinnvoll sind
Komplettpakete nicht automatisch am besten - Risiken oft anders besser abgedeckt
Utl.: Komplettpakete nicht automatisch am besten - Risiken oft
anders besser abgedeckt =
Wien (OTS/VKI) - Die Urlaubszeit naht und Versicherungen bieten für
Reisen Komplettpakete an, die alle möglichen Risiken absichern
sollen: Storno, Krankheit, Unfall, Gepäcksverlust. "Es scheint
verlockend, bei der Reisebuchung nur noch schnell das Zusatzkästchen
,Reiseversicherung' auszuwählen.
"Doch automatisch eine Rundumversicherung zu wählen, ist nicht
unbedingt sinnvoll", informiert Gabi Kreindl, Versicherungsexpertin
beim Verein für Konsumenteninformation (VKI). "Manchmal genügen schon
vorhandene Versicherungen. Wir raten eher zu Einzelverträgen, sich
also da zu versichern, wo es tatsächlich ein Risiko gibt. Einzelne
Module zu wählen ist bei Reiseversicherung auch meist möglich. Am
wichtigsten ist eine ausreichende Reisekrankenversicherung und bei
kostspieligen, länger geplanten Reisen eine Stornoversicherung."
Wichtig: Ausreichende Krankenversicherung
Die e-card (Europäische Krankenversicherungskarte) deckt bei
Reisen in bestimmte Länder nur medizinisch notwendige Behandlungen
ab, nicht etwa Bergekosten oder Rücktransport. Behandlungen beim
Privatarzt und in Privatspitälern sind damit nicht abgedeckt. Daher
ist für manche Reiseziele der Abschluss einer
Reisekrankenversicherung ratsam. Vorsicht bei Langzeiturlauben oder
Au-pair-Aufenthalten: Viele Reisekrankenversicherungen gelten nur für
eine begrenzte Dauer.
Oft sinnvoll: Reisestornoversicherung
Wer einen Last-Minute-Urlaub bucht, braucht kein Komplettpaket mit
Stornoversicherung. Bei einer besonders kostspieligen und lange
geplanten Reise kann eine Reisestornoversicherung aber vor schlimmen
Enttäuschungen schützen. Doch Vorsicht: Die Reise kann oft kann nur
unter bestimmten Voraussetzungen wie Unfall, schwere Krankheit oder
bei Maturareisen beim Nichtbestehen der Reifeprüfung storniert
werden. Zur Sicherheit sollte man sich vorher die Bedingungen
durchsehen.
Sinnvoll: Reisehaftpflichtversicherung
Reisehaftpflichtversicherungen sind dann sinnvoll, wenn keine
Haushaltsversicherung mit inkludierter Haftpflicht bestehen sollte.
Bei Reisen ins außereuropäische Ausland sollte man unbedingt prüfen,
ob die in der Haushaltsversicherung inkludierte
Haftpflichtversicherung weltweit Schutz gibt. Sofern das nicht der
Fall ist, kann eine Erweiterung beantragen werden.
Eingeschränkt sinnvoll: Reiseunfallversicherung
Viele Versicherungspakete enthalten eine Reiseunfallversicherung.
Diese bietet aber wegen umfangreicher Ausschlüsse und niedriger
Deckungssummen oft nur wenig Schutz. Empfehlenswerter ist stattdessen
eine private Freizeitunfallversicherung, die nicht nur höhere
Entschädigungen vorsieht, sondern auch weltweit und rund um die Uhr
für alle Arten von Unfällen gilt.
Meist verzichtbar: Gepäckversicherung
In der Regel verzichtbar sind Gepäckversicherungen. Wirklich
wertvolle Besitzgegenstände werden durch sie kaum ersetzt und auch
hier gelten meist umfangreiche Ausschlussgründe.
Eine Checkliste zu Reiseversicherungen und mehr zum Thema gibt es
ab dem 25.04. im Mai-KONSUMENT und ab sofort unter www.konsument.at.
Weitere Reisethemen in dieser Ausgabe: e-card im Ausland, Pauschal-
versus Individualreisen, Reisemängel. Bei Problemen im Urlaub im
EU-Ausland gibt das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) unter
www.europakonsument.at sowie unter der Hotline 0810 810 225
Hilfestellung.
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