- 22.04.2013, 11:03:27
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Greenpeace-Aktion: Aufwachen! Atomkraft ist kein Klimaschutz
Minister Berlakovich und Mitterlehner müssen in Europa Allianzen gegen Atomkraft schmieden
Utl.: Minister Berlakovich und Mitterlehner müssen in Europa
Allianzen gegen Atomkraft schmieden =
Dublin/Wien (OTS) - AktivistInnen von Greenpeace fordern vor dem
bevorstehenden EU-Ministerrat die für die Energiezukunft
verantwortlichen österreichischen Minister auf, in Dublin eine aktive
Rolle einzunehmen und sich vehement gegen Atomkraft als
Klimaschutzmaßnahme zu positionieren. Umweltminister Nikolaus
Berlakovich und Energieminister Reinhold Mittlerlehner haben in den
kommenden Tagen die Chance, mit ihren europäischen AmtskollegInnen
die europäischen Energieziele für 2030 zu diskutieren und die
Pflicht, eine "nukleare Renaissance in Europa" aktiv zu verhindern
und eine sichere Energiezukunft einzuläuten.
Mit der Aktion vor dem Umwelt- und Wirtschaftsministerium gab
Greenpeace den beiden zuständigen Ministern eine deutliche Botschaft
nach Dublin mit. "Lippenbekenntnisse reichen nicht aus, um die
europäische Energiepolitik zu beeinflussen. Österreich hat als
antiatomarer Vorreiter eine besondere Verantwortung, starke Allianzen
in Europa zu schmieden. Den Worten müssen jetzt Taten folgen. Wir
fordern die Minister auf, aufzuwachen, aufzustehen und in Europa
voranzuschreiten. Denn Atomkraft ist kein Klimaschutz", macht Julia
Kerschbaumsteiner, Atomsprecherin bei Greenpeace, deutlich. Die
Aktion, bei der Greenpeace Pro-Atom-Länder auf der einen und
Anti-Atom-Ländern auf der anderen Seite dargestellte, zielt auf die
klare Positionierung der beiden Minister ab, sich an die Spitze jener
EU-Länder zu setzen, welche die drohende Atom-Renaissance strikt
ablehnen.
Die kommenden Tage sind der Auftakt für eine Richtungsentscheidungen
zur Energiezukunft Europas. Besonders Frankreich und Großbritannien
versuchen derzeit vehement, Atomkraft als klimafreundliche
Technologie zu vermarkten. Neben der Diskussion zu verpflichtenden
Zielen zu CO2-Reduktion und Energieeffizienz müssen die beiden
Minister daher vor allem die Debatte gegen Atom- und für Erneuerbare
Energie vorantreiben. "Europäische Atomkraftwerke gefährden die
Sicherheit von Generationen, etwa durch Überalterung der Reaktoren,
Erdbeben- und Überflutungsgefahr. Obwohl all diese Risiken bekannt
sind, versucht eine Reihe von Ländern, Atomkraft als
Klimaschutzmaßnahme für die EU zu deklarieren", so die Greenpeace
Atomsprecherin.
Österreich müsse eine Anti-Atom-Politik in allen europäischen Gremien
einfordern und verteidigen. "Mitterlehner und Berlakovich müssen
schon jetzt die Weichen für das Treffen der Staats- und
Regierungschefs im Mai stellen, bei dem Bundeskanzler Werner Faymann
schließlich seine Stimme gegen Atom erheben muss, am besten gemeinsam
mit starken Verbündeten", fordert die Greenpeace-Sprecherin. "Die
österreichische Politik muss unter Beweis stellen, wie ernst sie
Atomfreiheit nimmt. Deshalb fordern wir alle Parlamentsparteien auf,
die Regierung bei ihrem Einsatz gegen Atomkraft auf EU-Ebene zu
stärken und auch mittels eines Nationalratsbeschlusses zu
verpflichten", erklärt Kerschbaumsteiner. Anlässlich des
Antrittsbesuchs des tschechischen Präsidenten Milos Zeman appelliert
Greenpeace an Bundespräsident Heinz Fischer, die von Wissenschaftern
in einer kürzlich veröffentlichten Greenpeace-Studie geforderte
Stilllegung des AKW Temelin anzusprechen.
Bildmaterial schicken wir Ihnen gerne auf Anfrage (mail to:
[email protected]) zu.
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