Neues Volksblatt: "Verbessern!" von Michael KALTENBERGER

Ausgabe vom 22. April 2013

Linz (OTS) - In einer Zeit, in der Hilfspakete für andere Länder die Schlagzeilen beherrschen, ist es nicht leicht, für die EU einzutreten. Leichter tun sich jene, die uns erklären, man müsse nur einen wirtschaftlichen und politischen Zaun um Österreich errichten, dann könnte man das Böse in der Welt draußen und unser Geld herinnen halten.
Die Tatsache, dass Österreich von der europäischen Einigung profitiert, was wir an den Arbeitsmarkt-Statistiken ablesen können, wird bestritten und als Propagandalüge abgetan; und mit dem Friedensargument kommt man nur bei jenen durch, die den Krieg oder die Nachkriegszeit noch erlebt haben. Für alle anderen ist der Friede mittlerweile eine Selbstverständlichkeit.
Schlimm ist, dass die Populisten wissen, dass die Abschottung Österreichs von der Welt in Zeiten der Globalisierung nicht funktionieren kann. Aber für viele reicht der Horizont halt nur bis zum nächsten Wahltag. Umso wichtiger ist es, dass es Politiker und andere Verantwortungsträger im Land gibt, die nicht auf der populistischen Welle mitschwimmen und sich zur europäischen Einigung bekennen. Auch wenn, wie wir sehen, in der EU nicht alles so ist, wie es sein sollte. Dass wir zahlen, während es sich andere richten, kann kein Dauerzustand sein; und dass Lobbys, etwa der Atomkonzerne, in Brüssel mehr gelten als Bürger, muss sich auch ändern. Verbessern lautet daher die Devise für die EU, nicht zerstören.

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