• 21.04.2013, 18:49:31
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Neues Volksblatt: "Verbessern!" von Michael KALTENBERGER

Ausgabe vom 22. April 2013

Utl.: Ausgabe vom 22. April 2013 =

Linz (OTS) - In einer Zeit, in der Hilfspakete für andere Länder die
Schlagzeilen beherrschen, ist es nicht leicht, für die EU
einzutreten. Leichter tun sich jene, die uns erklären, man müsse nur
einen wirtschaftlichen und politischen Zaun um Österreich errichten,
dann könnte man das Böse in der Welt draußen und unser Geld herinnen
halten.
Die Tatsache, dass Österreich von der europäischen Einigung
profitiert, was wir an den Arbeitsmarkt-Statistiken ablesen können,
wird bestritten und als Propagandalüge abgetan; und mit dem
Friedensargument kommt man nur bei jenen durch, die den Krieg oder
die Nachkriegszeit noch erlebt haben. Für alle anderen ist der Friede
mittlerweile eine Selbstverständlichkeit.
Schlimm ist, dass die Populisten wissen, dass die Abschottung
Österreichs von der Welt in Zeiten der Globalisierung nicht
funktionieren kann. Aber für viele reicht der Horizont halt nur bis
zum nächsten Wahltag. Umso wichtiger ist es, dass es Politiker und
andere Verantwortungsträger im Land gibt, die nicht auf der
populistischen Welle mitschwimmen und sich zur europäischen Einigung
bekennen. Auch wenn, wie wir sehen, in der EU nicht alles so ist, wie
es sein sollte. Dass wir zahlen, während es sich andere richten, kann
kein Dauerzustand sein; und dass Lobbys, etwa der Atomkonzerne, in
Brüssel mehr gelten als Bürger, muss sich auch ändern. Verbessern
lautet daher die Devise für die EU, nicht zerstören.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB

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