Elektro- und Elektronikindustrie: Löhne und Gehälter steigen zwischen 2,8% und 3,0%

Neue Freizeitoption speziell für ältere Beschäftigte

Wien (OTS) - Die Kollektivvertragsverhandlungen 2013 für die rund 60.000 Beschäftigten der Elektro- und Elektronikindustrie wurden am 19. April 2013 in der dritten Runde erfolgreich abgeschlossen. Die IST-Löhne und -Gehälter steigen zwischen 2,8% und 3,0%. Auf Arbeitgeberseite leitete Brigitte Ederer, Präsidentin des FEEI -Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie, das Verhandlungsteam. Von den Gewerkschaften saßen Karl Proyer, Bundesgeschäftsführer-Stv. der GPA-djp, und Rainer Wimmer, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft PRO-GE, federführend am Verhandlungstisch.

Freizeitoption als neues flexibles Element

Vor dem Hintergrund der unsicheren wirtschaftlichen Lage der Branche gelang es den Verhandlungspartnern einen vernünftigen Kompromiss zu erzielen. Mit 1. Mai 2013 werden die Ist-Löhne und -Gehälter für Arbeiter und Angestellte zwischen 2,8% und 3,0% erhöht. Der Abschluss sieht auch dieses Jahr wieder verschiedene flexible Elemente vor. Neben der bereits bewährten Einmalzahlungs- bzw. Verteilungsoption gelang es im Zuge der diesjährigen KV-Verhandlungen eine völlig neue Optionsvariante zu realisieren. Die sogenannte Freizeitoption ermöglicht den Unternehmen bzw. Arbeitnehmern eine Umwandlung der IST-Erhöhung in Freizeit. Die neue Option ist ein überaus innovatives Flexibilisierungsinstrument im Rahmen des KV der Elektro- und Elektronikindustrie, das speziell älteren Beschäftigten zu Gute kommen soll.

"Es waren harte aber konstruktive Gespräche, bei denen wir trotz der Anfangs weit auseinanderliegenden Positionen am Ende ein verantwortungsvolles Ergebnis erzielen konnten, das die Unternehmen am Standort Österreich nicht über Gebühr belastet", zog Brigitte Ederer nach Abschluss der Verhandlungen Resümee. Abschließend betonte sie, dass mit dem erzielten Ergebnis einmal mehr die Vorreiterrolle der Branche bei der Gestaltung von modernen arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen unterstrichen wird, die einen wichtigen Beitrag zur Standortsicherung, Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und damit auch Wertschöpfung der Branche leisten.

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