• 20.04.2013, 09:07:38
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  • OTS0012 OTW0012

Elektro- und Elektronikindustrie: Löhne und Gehälter steigen zwischen 2,8% und 3,0%

Neue Freizeitoption speziell für ältere Beschäftigte

Utl.: Neue Freizeitoption speziell für ältere Beschäftigte =

Wien (OTS) - Die Kollektivvertragsverhandlungen 2013 für die rund
60.000 Beschäftigten der Elektro- und Elektronikindustrie wurden am
19. April 2013 in der dritten Runde erfolgreich abgeschlossen. Die
IST-Löhne und -Gehälter steigen zwischen 2,8% und 3,0%. Auf
Arbeitgeberseite leitete Brigitte Ederer, Präsidentin des FEEI -
Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie, das
Verhandlungsteam. Von den Gewerkschaften saßen Karl Proyer,
Bundesgeschäftsführer-Stv. der GPA-djp, und Rainer Wimmer,
Bundesvorsitzender der Gewerkschaft PRO-GE, federführend am
Verhandlungstisch.

Freizeitoption als neues flexibles Element

Vor dem Hintergrund der unsicheren wirtschaftlichen Lage der
Branche gelang es den Verhandlungspartnern einen vernünftigen
Kompromiss zu erzielen. Mit 1. Mai 2013 werden die Ist-Löhne und
-Gehälter für Arbeiter und Angestellte zwischen 2,8% und 3,0% erhöht.
Der Abschluss sieht auch dieses Jahr wieder verschiedene flexible
Elemente vor. Neben der bereits bewährten Einmalzahlungs- bzw.
Verteilungsoption gelang es im Zuge der diesjährigen KV-Verhandlungen
eine völlig neue Optionsvariante zu realisieren. Die sogenannte
Freizeitoption ermöglicht den Unternehmen bzw. Arbeitnehmern eine
Umwandlung der IST-Erhöhung in Freizeit. Die neue Option ist ein
überaus innovatives Flexibilisierungsinstrument im Rahmen des KV der
Elektro- und Elektronikindustrie, das speziell älteren Beschäftigten
zu Gute kommen soll.

"Es waren harte aber konstruktive Gespräche, bei denen wir trotz
der Anfangs weit auseinanderliegenden Positionen am Ende ein
verantwortungsvolles Ergebnis erzielen konnten, das die Unternehmen
am Standort Österreich nicht über Gebühr belastet", zog Brigitte
Ederer nach Abschluss der Verhandlungen Resümee. Abschließend betonte
sie, dass mit dem erzielten Ergebnis einmal mehr die Vorreiterrolle
der Branche bei der Gestaltung von modernen arbeitsrechtlichen
Rahmenbedingungen unterstrichen wird, die einen wichtigen Beitrag zur
Standortsicherung, Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und damit
auch Wertschöpfung der Branche leisten.

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