AK Kärnten ersparte Konsumenten 1,2 Millionen Euro

Mehr als 33.000 Kärntner nahmen den kostenlosen Konsumentenschutz im Vorjahr in Anspruch.

Klagenfurt (OTS) - "Der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer ist die einzige Anlaufstelle für Konsumenten und steht allen Kärntnern zur Verfügung - ob sie AK-Mitglieder sind oder nicht. 59 Prozent unserer Klienten sind keine Mitglieder", betonte heute AK-Präsident Günther Goach im Rahmen des Pressegesprächs zur Konsumentenschutzbilanz 2012.

Und die Bilanz ist beachtlich: Über 1,2 Millionen Euro hat der Konsumentenschutz den Kärntnern im Vorjahr erspart. Mehr als 33.000 Mal wurde das kostenlose AK-Service in Anspruch genommen. Mehr als 8.800 Konsumenten, fast 30 Prozent, wandten sich mit Problemen zum Thema Miet- und Wohnrecht an die AK-Experten. "Vorrangig ging es um die Abrechnung von Betriebs- und Heizkosten, Maklerprovisionen und Kautionen", sagte die Leiterin des AK-Konsumentenschutzes, Susanne Kalensky.

An zweiter Stelle der häufigsten Anfragen liegen mit über 6.000 Kontakten die Werk- und Dienstleistungsverträge. Das sind zum Beispiel Verträge mit Handwerkern, Partnerinstituten, Fitnesscentern und Nagelstudios. Ein wachsendes Problem stellen unerbetene Werbeanrufe, so genannte Cold Callings und Vertragsabschlüsse am Telefon dar. Über 3.300 Personen wandten sich im Vorjahr deshalb an die AK - Tendenz steigend.

"Eine Verschärfung der Gesetze gegen solche Telefonanrufe ist längst überfällig. Es besteht zwar ein Strafrahmen von bis zu 58.000 Euro, dieser wird aber bei weitem nicht ausgeschöpft", sagte Goach. In Bezug auf telefonisch abgeschlossene Verträge forderte der AK-Präsident, dass diese erst dann gültig sind, wenn sie durch den Konsumenten schriftlich bestätigt werden.

Das gesetzliche Recht auf ein Girokonto ist eine weitere Forderung der AK Kärnten. "Wer aufgrund negativer Einträge beim Kreditschutzverband kein Konto bekommt, findet zum einen schwerer einen Arbeitsplatz, zum anderen fallen bei Bareinzahlungen hohe Spesen an. Hier muss der Gesetzgeber eingreifen", kritisierte Goach.

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