Neues Volksblatt. "Protest" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 18. April 2013

Linz (OTS) - Ob es Frank Stronach schon bereut hat, dass er sich auf das politische Abenteuer eingelassen hat? Es kann doch nicht befriedigend sein, so viel Geld auszugeben und dann von Leuten umgeben zu sein, von denen er jetzt umgeben ist.
Mitleid ist nicht angebracht, denn der Onkel Frank mit der dicken Brieftasche hat sich seine Leute selbst ausgesucht; vornehmlich in anderen Parteien - und da bekommt man halt, was er bekommen hat. Dementsprechend negativ sind auch die Schlagzeilen, von Streit und Hader bis zu angeblichen Abschlagszahlungen für nicht zum Zug Gekommene, wie in Niederösterreich, was aber bestritten wird.
Der Hoffnungsträger der Unzufriedenem sitzt ebenso auf einem Scherbenhaufen wie die Blauen und Orangen. Die FPÖ ist zwar viel in den Medien, aber mit dem Chaos in Kärnten, dem Streit im Burgenland, dem "Umvolker" aus Salzburg und dem Wehrsportler aus Linz - nichts, womit ein Wähler Freude haben könnte. Und das BZÖ ist zum Selbstbedienungsladen für Stronach mit gewaltigen politischen Altlasten geworden.
Für die Regierungsparteien ist das eine Chance - wenn sie regieren, anstatt sich gegenseitig schlecht zu machen, wie das der SPÖ-Klubobmann gestern mit seinen Sticheleien gegen die Finanzministerin und ihren Kampf für des Bankgeheimnisses getan hat. So stellt man höchstens die gestrauchelten Protestierer wieder auf die Beine.

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