Neues Volksblatt: "Bemühen!" von Michael KALTENBERGER

Ausgabe vom 17. April 2013

Linz (OTS) - Wählen und sparen verträgt sich schlecht. Das haben wir 2008 gesehen, als wenige Tage vor der Nationalratswahl im hohen Haus ein Geschenkkorb mit Wahlzuckerl vollgepackt worden ist - von der Abschaffung der Studiengebühren bis zur Ausweitung der Hacklerpension. Das will Finanzministerin Maria Fekter heuer auf jeden Fall verhindern, um das Nulldefizit 2016 nicht zu gefährden. Die Wirtschaftskrise hat zwar ein gewisses Umdenken bewirkt - aber nicht bei allen. Schuldenmachen wird in linken Kreises wieder zunehmend in. Das und eine 7,5 Milliarden Euro schwere Wunschliste auf ihrem Schreibtisch schüren des Misstrauen, weshalb die Ministerin einen Pakt zwischen den Parteien zum Verzicht auf Wahlzuckerl fordert. Was einem Wunder gleichkommen würde, denn was dem einen ein Wahlzuckerl ist für den anderen eine notwendige Sozialleistung oder eine wichtige Maßnahme zur Sicherung des Wirtschaftsstandorts. Hoffen wir also auf ein Wunder und wünschen wir der Finanzministerin viel Kraft im Abwehrkampf gegen die Schuldenmacher, damit wir unseren Kindern und Enkeln in die Augen schauen können. Abtragen werden wir den Schuldenberg - gestern war er 232.585.533.580 Euro hoch - ohnehin nicht; aber bemühen sollten wir uns wenigstens. Damit unsere Kinder und Enkel eine faire Chance haben, ihr Leben und ihren Staat nach ihren Vorstellungen zu gestalten.

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