Caritas enttäuscht von Entwicklungshilfekürzungen

Heute beschlossener Bundesfinanzrahmen bedeutet 15 Millionen Euro weniger für österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Wien (OTS) - Caritas Generalsekretär für internationale Angelegenheiten Christoph Schweifer: "Der heutige Beschluss ist ein menschliche Katastrophe und missachtet den Entschließungsantrag des Nationalrates vom vergangenen Herbst."
Wenn nun das Parlament diese Regierungsvorlage beschließt, werden 2014 weitere 15 Millionen in der bilateralen Hilfe weggestrichen. Der Bundeszuschuss zur Austrian Development Agency wird sich damit zu 2010 um ein Drittel reduziert haben.
"Würden diese 15 Millionen Euro in wirksame Ernährungssicherheitsprogramme investiert werden, könnten 500.000 Menschen dauerhaft vom Hunger befreit werden", so Christoph Schweifer.
Hintergrund: Der Bundeszuschuss für konkrete Hilfsprojekte wird immer weiter reduziert. Von ursprünglich 100 Millionen Euro 2010 sind 2014 nur noch 68 Mio. Euro budgetiert - das eine Kürzung um rund ein Drittel. Das Bundesfinanzrahmengesetz muss vom Parlament beschlossen werden. Fünf von sechs Parteien haben in einem Entschließungsantrag die Regierung zur Erhöhung der Mittel für Entwicklungshilfe aufgefordert. "Dieser wurde mit der heutigen Regierungsvorlage erst mal missachtet, jetzt ist es an den Parlamentariern, zu ihrem Wort zu stehen", appelliert Schweifer.

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