• 16.04.2013, 14:32:41
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Luxemburg: Großherzog und Bundespräsident Fischer bei WKÖ-Forum

Fischer: Wirtschaftsforen im Rahmen offizieller Staatsbesuche sind Turbo zur Vertiefung der Beziehungen - Leitl betonte gemeinsame Interessen Luxemburgs und Österreichs

Utl.: Fischer: Wirtschaftsforen im Rahmen offizieller Staatsbesuche
sind Turbo zur Vertiefung der Beziehungen - Leitl betonte
gemeinsame Interessen Luxemburgs und Österreichs =

Wien (OTS/PWK231) - Im Rahmen seines dreitägigen offiziellen Besuchs
in Österreich nahm Henri von Nassau, Großherzog von Luxemburg, heute
(Dienstag) gemeinsam mit dem österreichischen Bundespräsidenten Heinz
Fischer am luxemburgisch-österreichischen Wirtschaftsforum in der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) in Wien teil.

In seiner Begrüßungsrede gratulierte Wirtschaftskammer-Präsident
Christoph Leitl dem Großherzog zu seinem heutigen Geburtstag und wies
auf die guten wirtschaftlichen Beziehungen der beiden Staaten hin
sowie auf die gemeinsame Linie in vielen wirtschaftlichen Belange
insbesondere bei der aktuellen Diskussion um den europäischen
Datenaustausch im Bankensektor. Leitl: "Diesbezüglich sind wir
Verbündete mit den gleichen Interessen. Weder Luxemburg noch
Österreich ist eine Steueroase! Gemeinsam wollen wir aber gegen
tatsächliche Steueroasen innerhalb Europas ankämpfen und fordern
klare Spielregeln für alle." Auch bei einer Stärkung des
Industriestandorts Europa gehen Luxemburg und Österreich einen
gemeinsamen Weg. Dafür brauche Europa eine einheitliche Wirtschafts-
und Industriepolitik, um im globalen Wettbewerb weiterhin vorne
mitzuspielen.

Bundespräsident Fischer betonte, dass derartige Wirtschaftsforen,
wie sie von der Wirtschaftskammer Österreich regelmäßig auch im
Rahmen von Staatsbesuchen abgehalten werden, positiv zu einer
Intensivierung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen zwischen den
jeweiligen Staaten beitragen. Gerade von dem heute abgehaltenen
luxemburgisch-österreichischen Wirtschaftsforum erhofft sich Fischer
eine Belebung der wirtschaftlichen Aktivitäten zwischen beiden
Ländern, da hier noch viel Platz nach oben bestehe und es auch viele
Möglichkeiten auf beiden Seiten gebe.

Großherzog Henri unterstrich ebenfalls die exzellenten Beziehungen
zwischen Österreich und Luxemburg. Österreich habe für sein Land eine
wichtige Vorbildfunktion, vor allem, was die Diversität seiner
Wirtschaft und den Stellenwert der kleinen und mittleren Unternehmen
betreffe, die viel zur wirtschaftlichen Stabilität beitragen. Der
Großherzog bedankte sich auch für die gastfreundliche Aufnahme von
jährlich rund 800 luxemburgischen Studierenden auf österreichischen
Universitäten.

Luxemburgs Wirtschaftsminister Etienne Schneider ging auch auf den
vom Großherzog angesprochenen Schwerpunkt der Wirtschaftspolitik zu
einer Diversifizierung der luxemburgischen Wirtschaft ein: "Dabei
können wir auch von Österreich lernen, das eine sehr breit gefächerte
Unternehmenslandschaft habe." Gerade in den Bereichen Forschung &
Entwicklung sowie Innovation sei Österreich ein Vorbild. Um diese
Segmente in Luxemburg voranzutreiben, wurden im Rahmen des
Staatsbesuchs auch von luxemburgischer Seite Kooperationen mit der
Universität Wien, der Technischen Universität Wien und der
Universität Innsbruck abgeschlossen. (BS)

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