- 16.04.2013, 11:12:01
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Pensionen - Darabos: Anhebung des faktischen statt des gesetzlichen Antrittsalters hat Priorität
Ungerechtigkeiten für Frauen im Erwerbsleben müssen ausgeglichen werden
Utl.: Ungerechtigkeiten für Frauen im Erwerbsleben müssen
ausgeglichen werden =
Wien (OTS/SK) - Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos erinnert daran,
dass das Pensionsantrittsalter von Frauen erst 2024 schrittweise an
jenes der Männer angeglichen werden soll. Dieser 1992 vorgenommene
Beschluss genießt auch im Seniorenrat einhellige Zustimmung. "Jetzt
gilt es, die Wirkung jener Maßnahmen, die bereits gesetzt wurden, um
das faktische Pensionsalter von Frauen und Männern an das gesetzliche
heranzuführen, abzuwarten. Die derzeitige Regelung für Frauen
berücksichtigt Ungerechtigkeiten im Erwerbsleben und soll diese
zumindest bei den Pensionen etwas ausgleichen", sagte Darabos am
Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****
Weiters betonte der SPÖ-Bundsgeschäftsführer, dass im Zuge des
Konsolidierungsprogramms bis 2016 keine gesetzliche Anhebung des
Frauenpensionsalters vorgesehen ist. "Das wurde gemeinsam mit dem
Koalitionspartner so festgelegt", unterstrich Darabos, der darauf
hinwies, dass Sozialminister Rudolf Hundstorfer in diesem Bereich
zahlreiche effektive Maßnahmen setze - etwa die Reform der
"I-Pensionen" und "fit2work-Programme". Rund 30 Prozent der Frauen
gehen von der Arbeitslosigkeit in Pension, weil sich Unternehmen oft
älterer Arbeitnehmerinnen entledigen. In Österreich sind zurzeit rund
20.000 Frauen, die älter als 50 Jahre sind, arbeitslos. "Die Fakten
sind eindeutig: Wir müssen in der Arbeitswelt entsprechende
Rahmenbedingungen schaffen, damit Frauen überhaupt länger arbeiten
können. Neiddebatten zu schüren wird uns in dieser Frage jedenfalls
nicht weiterbringen." (Schluss) mo/che
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