Pensionen - Darabos: Anhebung des faktischen statt des gesetzlichen Antrittsalters hat Priorität

Ungerechtigkeiten für Frauen im Erwerbsleben müssen ausgeglichen werden

Wien (OTS/SK) - Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos erinnert daran, dass das Pensionsantrittsalter von Frauen erst 2024 schrittweise an jenes der Männer angeglichen werden soll. Dieser 1992 vorgenommene Beschluss genießt auch im Seniorenrat einhellige Zustimmung. "Jetzt gilt es, die Wirkung jener Maßnahmen, die bereits gesetzt wurden, um das faktische Pensionsalter von Frauen und Männern an das gesetzliche heranzuführen, abzuwarten. Die derzeitige Regelung für Frauen berücksichtigt Ungerechtigkeiten im Erwerbsleben und soll diese zumindest bei den Pensionen etwas ausgleichen", sagte Darabos am Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Weiters betonte der SPÖ-Bundsgeschäftsführer, dass im Zuge des Konsolidierungsprogramms bis 2016 keine gesetzliche Anhebung des Frauenpensionsalters vorgesehen ist. "Das wurde gemeinsam mit dem Koalitionspartner so festgelegt", unterstrich Darabos, der darauf hinwies, dass Sozialminister Rudolf Hundstorfer in diesem Bereich zahlreiche effektive Maßnahmen setze - etwa die Reform der "I-Pensionen" und "fit2work-Programme". Rund 30 Prozent der Frauen gehen von der Arbeitslosigkeit in Pension, weil sich Unternehmen oft älterer Arbeitnehmerinnen entledigen. In Österreich sind zurzeit rund 20.000 Frauen, die älter als 50 Jahre sind, arbeitslos. "Die Fakten sind eindeutig: Wir müssen in der Arbeitswelt entsprechende Rahmenbedingungen schaffen, damit Frauen überhaupt länger arbeiten können. Neiddebatten zu schüren wird uns in dieser Frage jedenfalls nicht weiterbringen." (Schluss) mo/che

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