- 16.04.2013, 09:58:38
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ÖGB-Oberhauser: Verbesserte Karenzanrechnung in alle Kollektivverträge
Bei der Gleichstellung haben die Arbeitgeber Nachholbedarf
Utl.: Bei der Gleichstellung haben die Arbeitgeber Nachholbedarf =
Wien (OTS/ÖGB) - "Die verbesserte Karenzanrechnung muss in alle
Kollektivverträge. Da sind jetzt vor allem die Arbeitgeber gefragt",
unterstützt die ÖGB-Frauenvorsitzende und Vizepräsidentin Sabine
Oberhauser die Forderungen der GPA-djp im Rahmen der Aktionswoche
"Wieder einsteigen", die noch bis zum 19. April läuft.++++
Für 850.000 Beschäftigte in rund 100 Kollektivverträgen haben die
Gewerkschaften bereits verbesserte Karenzbestimmungen erreicht.
Oberhauser: "Unsere gemeinsamen Ziele sind die Beseitigung der
ungerechtfertigten Einkommensunterschiede und bessere
Rahmenbedingungen für die Rückkehr aus der Karenz. Dabei können die
Arbeitgeber zeigen, wie ernst sie es mit der Gleichstellung nehmen."
Zumindest eine ganze Reihe von Unternehmen haben großen Nachholbedarf
und "nicht selten berechnen Arbeitgeber die Gehaltsentwicklung von
KarenzrückkehrerInnen nicht korrekt. Dadurch entgehen vielen Frauen
im Laufe ihres weiteren Berufslebens große Summen, die sich auch auf
die Pensionshöhe auswirken", so die ÖGB-Frauenvorsitzende.
Weiter ausgebaut müssen aber auch die Kinderbildungseinrichtungen,
und die Öffnungszeiten entsprechen oft nicht den Notwendigkeiten.
Oberhauser: "In Niederösterreich, der Steiermark, in Tirol und
Vorarlberg schließen die Kinderbildungseinrichtungen oft schon am
frühen Nachmittag. Für viele Frauen, die wieder in ein
Vollerwerbsverhältnis einsteigen wollen, ist das ein großes
Hindernis."
Nach wie vor liegt Österreich bei der Anzahl der Männer, die
Kinderbildungspflichten übernehmen, im Hintertreffen. Oberhauser:
"Wir brauchen einen Kulturwandel in der Gesellschaft und im
Arbeitsleben damit mehr Männer in Karenz gehen. Das könnte auch
zusätzlichen Druck auf die Umsetzung der Gleichstellung erzeugen."
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