- 10.04.2013, 11:02:26
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GPA-djp-Katzian: EZB-Studie zu Vermögensverteilung unterstreicht dringenden steuerpolitischen Handlungsbedarf
Österreich das Land mit der zweitgrößten Ungleichverteilung von Vermögen in Europa
Utl.: Österreich das Land mit der zweitgrößten Ungleichverteilung
von Vermögen in Europa =
Wien (OTS/ÖGB) - "Alle jene, die immer davon sprechen, Österreich sei
ein Land mit einer gerechten Verteilung, werden durch die jetzt
bekannt gewordenen Daten einer Studie der Europäischen Zentralbank
(EZB) über die Vermögensverteilung im Euroraum Lügen gestraft. Nach
Deutschland ist Österreich das Land mit der größten
Ungleichverteilung von Vermögen. Dass diese hoch konzentrierten
Vermögen praktisch nicht besteuert werden, ist ein untragbarer
Zustand, der dringend korrigiert werden muss", erklärt der
Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck,
Journalismus, Papier (GPA-djp), Wolfgang Katzian.++++
Die Ungleichverteilung von privaten Vermögen sei in Österreich
besonders eklatant, weil Medianwert und Durchschnittswert sehr stark
auseinanderklaffen. Das bedeutet, dass eine kleine Gruppe von extrem
hohen Vermögen existiert, die den Durchschnittswert auf 265.000 Euro
anheben. Der Medianwert liegt bei 76.400 Euro. "Das
Vermögenssteuermodell der Gewerkschaften setzt bei einem
Vermögenswert an, den die große Mehrheit der Bevölkerung niemals
erreicht. Zudem besagt die Studie auch, dass Arbeitnehmer im Euroraum
um ein Drittel weniger Vermögen besitzen als Selbständige. All die
Argumente, dass mit einer Vermögenssteuer der Mittelstand belastet
würde, entbehren jeder Grundlage. Mit Mehreinnahmen könnte der Faktor
Arbeit steuerlich entlastet werden und wichtige Zukunftsprojekte im
Bereich Pflege und Bildung finanziert werden und somit Arbeitsplätze
geschaffen werden. Die steuerliche Sonderbehandlung von
Privatvermögen ist weder moralisch noch ökonomisch in irgendeiner
Weise noch zu rechtfertigen", so Katzian.
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