• 03.04.2013, 15:07:39
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ÖH begrüßt gemeinsame Ausbildung für Sekundarstufe

Versäumnisse bei der Elementarpädagogik enttäuschend

Utl.: Versäumnisse bei der Elementarpädagogik enttäuschend =

Wien (OTS) - Die Österreichische HochschülerInnenschaft begrüßt die
heute bekanntgegebene Einigung für die PädagogInnenbildung Neu. "Dass
es nun eine gemeinsame Ausbildung für die gesamte Sekundarstufe geben
soll ist sehr erfreulich und ein erster wichtiger Schritt zu einer
gemeinsamen Schule", so Christoph Huber, ÖH Generalsekretär. "Viele
Punkte sind aber nach wie vor offen oder sehr unzufriedenstellend
gelöst. Die Ausbildung der ElementarpädagogInnen muss endlich
flächendeckend auf ein tertiäres Niveau angehoben werden und der
Master für PrimarpädagogInnen greift mit lediglich 60 ECTS viel zu
kurz und ist damit nicht gleichwertig mit jenem der
SekundarpädagogInnen", kritisiert Huber.

"Dass die Induktionsphase nicht nur parallel zum Master, sondern
optional auch erst im Anschluss absolviert werden kann, entspricht
einer wichtigen Forderung der ÖH. Jetzt sind die Universitäten und
die Pädagopgischen Hochschulöen gefordert, dass auch in den
jeweiligen Curricula zu berücksichtigen und dementsprechend
umzusetzen", so Huber. "Die Induktionsphase muss aber weiter als Teil
des Masterstudium angesehen werden, damit die Studierenden für die
gesamte Dauer der Ausbildung sozial abgesichert sind."

"Dass nun flächendeckende Aufnahmeverfahren auch für
Lehramtstudierende an Universitäten kommen sollen, lehnen wir
vehement ab. Auf keinen Fall dürfen sie jedoch nur punktuell und vor
dem Studium stattfinden. Frühe Praxiserfahrungen und Reflexionsphasen
müssen wichtiger Bestandteil des Studieneinstiegs sein. Nicht
fremdbestimmtes Rausprüfen, sondern eigenverantwortliche
Studienentscheidungen müssen am Ende dieser Orientierungsphase
stehen", so Huber.

"Die ÖH fordert weiterhin den offenen Hochschulzugang, eine
nachhaltige Klärung der Institutionenfrage und eine gleichwertige
Ausbildung für alle PädagogInnen auf Masterniveau im Umfang von
mindestens 90 ECTS - auch für den Elementarbereich. Dieses Ziel wurde
mit der heute präsentierten Einigung noch nicht erreicht. Jetzt ist
es als nächster Schritt dennoch wichtig, den Master für Primar- und
SekundarstufenpädagogInnen als Anstellungsvoraussetzung auch im
Dienstrecht zu verankern", fordert Huber. "Die ÖH Bundesvertretung
wird zu den in Kürze in Begutachtung gehenden Gesetzesentwürfen
ausführlich Stellung beziehen um den Interessen von Studierenden und
angehenden PädagogInnen weiterhin eine Stimme zu geben."

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NHO

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