ÖH begrüßt gemeinsame Ausbildung für Sekundarstufe

Versäumnisse bei der Elementarpädagogik enttäuschend

Wien (OTS) - Die Österreichische HochschülerInnenschaft begrüßt die heute bekanntgegebene Einigung für die PädagogInnenbildung Neu. "Dass es nun eine gemeinsame Ausbildung für die gesamte Sekundarstufe geben soll ist sehr erfreulich und ein erster wichtiger Schritt zu einer gemeinsamen Schule", so Christoph Huber, ÖH Generalsekretär. "Viele Punkte sind aber nach wie vor offen oder sehr unzufriedenstellend gelöst. Die Ausbildung der ElementarpädagogInnen muss endlich flächendeckend auf ein tertiäres Niveau angehoben werden und der Master für PrimarpädagogInnen greift mit lediglich 60 ECTS viel zu kurz und ist damit nicht gleichwertig mit jenem der SekundarpädagogInnen", kritisiert Huber.

"Dass die Induktionsphase nicht nur parallel zum Master, sondern optional auch erst im Anschluss absolviert werden kann, entspricht einer wichtigen Forderung der ÖH. Jetzt sind die Universitäten und die Pädagopgischen Hochschulöen gefordert, dass auch in den jeweiligen Curricula zu berücksichtigen und dementsprechend umzusetzen", so Huber. "Die Induktionsphase muss aber weiter als Teil des Masterstudium angesehen werden, damit die Studierenden für die gesamte Dauer der Ausbildung sozial abgesichert sind."

"Dass nun flächendeckende Aufnahmeverfahren auch für Lehramtstudierende an Universitäten kommen sollen, lehnen wir vehement ab. Auf keinen Fall dürfen sie jedoch nur punktuell und vor dem Studium stattfinden. Frühe Praxiserfahrungen und Reflexionsphasen müssen wichtiger Bestandteil des Studieneinstiegs sein. Nicht fremdbestimmtes Rausprüfen, sondern eigenverantwortliche Studienentscheidungen müssen am Ende dieser Orientierungsphase stehen", so Huber.

"Die ÖH fordert weiterhin den offenen Hochschulzugang, eine nachhaltige Klärung der Institutionenfrage und eine gleichwertige Ausbildung für alle PädagogInnen auf Masterniveau im Umfang von mindestens 90 ECTS - auch für den Elementarbereich. Dieses Ziel wurde mit der heute präsentierten Einigung noch nicht erreicht. Jetzt ist es als nächster Schritt dennoch wichtig, den Master für Primar- und SekundarstufenpädagogInnen als Anstellungsvoraussetzung auch im Dienstrecht zu verankern", fordert Huber. "Die ÖH Bundesvertretung wird zu den in Kürze in Begutachtung gehenden Gesetzesentwürfen ausführlich Stellung beziehen um den Interessen von Studierenden und angehenden PädagogInnen weiterhin eine Stimme zu geben."

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Johanna Griesmayr, Pressesprecherin
Tel.: 0676 888 52 212
johanna.griesmayr@oeh.ac.at
http://www.oeh.ac.at/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NHO0002