- 29.03.2013, 09:13:54
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Dauerbrenner Steinbrener: Systematische Lohnvorenthaltung in Schärdinger Firma
Linz (OTS) - 33 abgeschlossene Rechtsfälle seit 2001: Die
Buchbinderei Steinbrener aus Schärding beschäftigt die
Rechtsexperten/-innen der Arbeiterkammer schon länger als ein
Jahrzehnt. Erst kürzlich erkämpften sie für eine Arbeitnehmerin mehr
als 7300 Euro. Sie hatte monatelang kein Geld erhalten.
Die Frau war etwas länger als fünf Jahre bei der Buchbinderei
Steinbrener beschäftigt. Immer wieder hatte sie den Lohn erst mit
mehrmonatiger Verspätung bekommen - und das trotz permanenter
Aufforderungen an ihren Chef, er solle zahlen. Anfang 2012 hatte sie
genug davon und trat berechtigt aus dem Arbeitsverhältnis aus. Weil
noch einige Monatslöhne offen waren, wandte sie sich an die AK
Schärding und ersuchte um Rechtshilfe.
Ein Rechtsexperte der Arbeiterkammer forderte den Unternehmer
ebenfalls auf, die offenen Ansprüche zu begleichen. Es ging um fast
vier Monatslöhne, anteilige Sonderzahlungen und eine
Kündigungsentschädigung.
Weil Steinbrener sich weigerte, seine Schulden bei der
Arbeitnehmerin zu bezahlen, ging die AK für ihre Mandantin vor
Gericht, um die ausständigen Zahlungen einzuklagen. Mit Erfolg: Die
Arbeiterin bekam zu 100 Prozent Recht. Mit einem gerichtlichen
Zahlungsbefehl wurde der Buchbinder gezwungen, der Frau das Geld, das
er ihr vorenthalten hatte, in Summe mehr als 7300 Euro, nachzuzahlen.
Schon zuvor hatten die Rechtsexperten/-innen der AK seit 2001 in
32 Fällen gegen die Machenschaften der Firma Steinbrener angekämpft.
"Das ist eine jener Firmen, die systematisch gegen das Arbeitsrecht
verstoßen, und es auch bei eindeutiger Rechtslage auf ein
Gerichtsverfahren anlegen - auf Kosten der Beschäftigten", beklagt
AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.
"Wir werden gegen Rechtsbrecher wie die Firma Steinbrener auch
weiterhin mit aller Vehemenz vorgehen, weil die systematische
Schädigung der Arbeitnehmer nicht nur deren Existenz gefährdet,
sondern letztlich auch der Wirtschaft großen Schaden zufügt", kündigt
Kalliauer an und verweist dabei auf die Bilanz 2012 der AK
Oberösterreich: Allein im vergangenen Jahr wurden in arbeits- und
sozialrechtlichen Angelegenheiten und in Insolvenzverfahren mehr als
85 Millionen Euro erstritten.
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