Neues Volksblatt: "Schulden" von Michael KALTENBERGER

Ausgabe vom 29. März 2013

Linz (OTS) - Bis zum Schuldenabbau ist es noch ein mühsamer Weg -aber Österreich ist im Gegensatz zu anderen Ländern auf dem Weg dorthin. Das gesamtstaatliche Defizit ist 2012 mit 2,5 Prozent deutlich niedriger ausgefallen als die erwarteten 3,1 Prozent, bis 2016 soll in der Bilanz der Repu-
blik eine "schwarze Null" stehen. Hoffentlich, schließlich wollen wir unseren Kinder Chancen und Gestaltungsmöglichkeiten hinterlassen und nicht nur einen Haufen Schulden. Das geht aber nur, wenn die Verantwortlichen nicht den Verlockungen linker Finanz- und Budget"experten" erliegen, die meinen, der Staat müsse nur genug Schulden machen und damit die Investitionen und den Konsum ankurbeln, dann käme über die Steuerrückflüsse so viel herein, dass sich der Staat sanieren kann.
Das klingt wie das Abnehmprogramm, wonach man so viel essen muss, dass der Körper zur Verdauung mehr Kalorien verbraucht als zugeführt wurden.
Beide Theorien sind verlockend - aber noch nie bewiesen. Weder werden die Dicken durch noch mehr essen dünner, noch werden Budgets durch noch mehr Schulden von rot auf schwarz umgefärbt. Wäre das so, müssten die Pleitestaaten, für die wir in der EU derzeit zahlen, längst saniert sein.
Also hoffen wir, dass Finanzministerin Maria Fekter ihren Weg weiter geht - und dass nichts dazwischen kommt. Zum Beispiel von jenen, die das mit den Schulden ausprobiert haben.

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