• 28.03.2013, 17:13:55
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Neues Volksblatt: "Schulden" von Michael KALTENBERGER

Ausgabe vom 29. März 2013

Utl.: Ausgabe vom 29. März 2013 =

Linz (OTS) - Bis zum Schuldenabbau ist es noch ein mühsamer Weg -
aber Österreich ist im Gegensatz zu anderen Ländern auf dem Weg
dorthin. Das gesamtstaatliche Defizit ist 2012 mit 2,5 Prozent
deutlich niedriger ausgefallen als die erwarteten 3,1 Prozent, bis
2016 soll in der Bilanz der Repu-
blik eine "schwarze Null" stehen. Hoffentlich, schließlich wollen wir
unseren Kinder Chancen und Gestaltungsmöglichkeiten hinterlassen und
nicht nur einen Haufen Schulden. Das geht aber nur, wenn die
Verantwortlichen nicht den Verlockungen linker Finanz- und
Budget"experten" erliegen, die meinen, der Staat müsse nur genug
Schulden machen und damit die Investitionen und den Konsum ankurbeln,
dann käme über die Steuerrückflüsse so viel herein, dass sich der
Staat sanieren kann.
Das klingt wie das Abnehmprogramm, wonach man so viel essen muss,
dass der Körper zur Verdauung mehr Kalorien verbraucht als zugeführt
wurden.
Beide Theorien sind verlockend - aber noch nie bewiesen. Weder werden
die Dicken durch noch mehr essen dünner, noch werden Budgets durch
noch mehr Schulden von rot auf schwarz umgefärbt. Wäre das so,
müssten die Pleitestaaten, für die wir in der EU derzeit zahlen,
längst saniert sein.
Also hoffen wir, dass Finanzministerin Maria Fekter ihren Weg weiter
geht - und dass nichts dazwischen kommt. Zum Beispiel von jenen, die
das mit den Schulden ausprobiert haben.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB

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