- 27.03.2013, 20:46:54
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Neues Volksblatt: "Neiddebatte" von Michael KALTENBERGER
Ausgabe vom 28. März 2013
Utl.: Ausgabe vom 28. März 2013 =
Linz (OTS) - Für Kreativität beim Erfinden von Vorschlägen für die
Umschichtung von EU- und anderen Mitteln von der Landwirtschaft in
andere Bereiche muss es im Bereich der sozialdemokratischen
Arbeitnehmervertreter Bonuspunkte geben. Anders ist es gar nicht
möglich, dass von roten Arbeiterkämmerern oder Gewerkschaftern die
Neid- und Umverteilungsdebatte immer wieder und mit immer neuen
Argumenten angeheizt wird. Und das in einem Ton, der deutlich macht,
dass man an einer seriösen Debatte gar nicht interessiert ist.
Wenn etwa eine AK-Direktorin aus Wien, wo man mit der U-Bahn leicht
und kostengünstig ins Büro kommt, gegen die Güterwege polemisiert,
dann weiß man, worum es geht: ums gegeneinander Ausspielen von Stadt
und Land und um die Missachtung der Landwirtschaft und des Ländlichen
Raums insgesamt. Und alles nach dem Prinzip: Wo gehobelt wird, fallen
Späne. Denn die knapp 100.000 Nebenerwerbslandwirte, zumeist Pendler,
die brav AK-Beiträge zahlen, sich aber von "ihrer"
Interessenvertretung den Luxus eines asphaltierten Güterwegs
vorhalten lassen müssen, die haben halt Pech gehabt.
Würden die Arbeitnehmervertreter, die im Gegensatz zur Wirtschaft die
Europäisierung und Globalisierung total verschlafen haben, ihr
Hirnschmalz dafür verwenden statt für Neiddebatten im heimischen
Schrebergarten - den Arbeitnehmern wäre mehr geholfen!
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