• 25.03.2013, 21:13:27
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Neues Volksblatt: "Retro-Schule?" von Michael KALTENBERGER

Ausgabe vom 26. März 2013

Utl.: Ausgabe vom 26. März 2013 =

Linz (OTS) - An die von linken Bildungspolitikern und -experten
gebetsmühlenartig wiederholte Forderung nach Einführung der
gemeinsamen Schule der Zehn- bis 14-Jährigen - landläufig als
Gesamtschule bezeichnet - haben wir uns schon gewöhnt. Allerdings
kennen wir nur die Forderung, nicht aber die Vorteile gegenüber dem
differenzierten Schulsystem. Die Antwort, warum es besser sein soll,
Kinder mit unterschiedlichen Talenten und unterschiedlichem
Leistungswillen in einer Einheitsschule zu unterrichten, sind uns die
Linken bisher schuldig geblieben.
Mitten hinein in die Debatte über die Einheitsschule nach der
Volksschule platzen jetzt die Grünen mit ihrer Forderung nach der
Einheitsklasse in der Volksschule, und zwar für alle Schüler von der
Vorschulklasse bis zur zweiten Klasse Volksschule. Das Ganze läuft
unter "Integrieren statt separieren" und dient der Abschaffung der
bei den Grünen unbeliebten Vorschulklassen.
Was es allerdings den Kindern der zweiten Klasse Volksschule bringt,
wenn sie mit Erstklasslern und Vorschulklassen-Kindern ohne
Deutschkenntnisse zusammengespannt werden, bleibt ebenso im Dunkel
wie die Vorteile der Gesamtschule; zumindest für jene, die in der
Schule etwas lernen wollen - vielleicht sogar ein bisserl mehr als
der Durchschnitt, auf den offensichtlich alle hingetrimmt werden
sollen.
Die einklassige Volksschule hatten wir schon - kommt jetzt die
Retro-Schule?

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB

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