Neues Volksblatt: "Androschs Rolle" von Markus EBERT

Ausgabe vom 22. März 2013

Linz (OTS) - Erneut lässt der frühere SPÖ-Finanzminister Hannes Androsch medial eine "Lösung" für die Linzer Swap-Affäre lancieren. Der Kern der Botschaft: Die Streitparteien Stadt Linz und Bawag PSK mögen sich vergleichen, und damit das leichter fällt, zahlt der Bund zum strittigen Betrag von 450 Millionen Euro rund 150 Millionen Euro dazu.
Nur zur Erinnerung, auch für Herrn Androsch, den Aufsichtsratschef der Fimbag (Finanzmarktbeteiligungs AG des Bundes): Unter der Aufsicht von SPÖ-Politikern hat Linz mit der Bawag PSK eine Art Kurs-Zins-Wette auf den Schweizer Franken abgeschlossen, die zum Millionengrab für die Stadt werden könnte. Ein Prozess vor dem Handelsgericht Wien soll klären, ob die Stadt über den Tisch gezogen wurde. Und ein Sonder-Kontrollausschuss in Linz soll die politische Verantwortung klären.
Mit seinem Vergleichsvorschlag auf Steuerzahlerkosten will Androsch nichts anderes, als die Linzer Genossen aus der politischen Pflicht herauswaschen. Doch warum muss der Steuerzahler die Suppe, die ein paar Sozialisten den Linzern eingebrockt haben, auch noch über Gebühr auslöffeln? Zumal die Linzer für das Desaster bereits blechen - sei es über hinaufgeschnalzte Parkgebühren oder Hallenmieten für Vereine. Viel drängender stellt sich doch die Frage: Ist Androsch als Fimbag-Aufsichtsratschef und Bawag-Anteilseigner in dieser Sache nicht überhaupt befangen?

Rückfragen & Kontakt:

Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
politik@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVB0001