• 19.03.2013, 14:58:39
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ÖH ad Bildung in Zahlen: Rote Zahlen für Österreichs Bildungspolitik

Versäumnisse lassen sich nicht mit den Brechstangen Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren beheben

Utl.: Versäumnisse lassen sich nicht mit den Brechstangen
Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren beheben =

Wien (OTS) - Der heute veröffentliche Bericht "Bildung in Zahlen" der
Statistik Austria, zeigt deutlich, dass es in der Bildungs- und
Hochschulpolitik in den letzten Jahren zu massiven Verfehlungen kam.
"Bildung ist immer noch vererblich, die AkademikerInnenquote viel zu
niedrig und der qualitative und quantitative Ausbau der Hochschulen
lässt immer noch auf sich warten", so Janine Wulz vom Vorsitzteam der
ÖH. "Ein Anstieg von 0,3% ist mikroskopisch klein und verschwindet im
Nichts, wenn er mit dem aktuellen Rückstand Österreichs in Bezug
gestellt wird. Auch wenn Meister-und Werkmeisterprüfungen zu den
akademischen Abschlüssen hinzugezählt werden liegt Österreich mit
19,3% immer noch um 8.3% unter Schnitt der EU Staaten, die auch
OECD-Mitglied sind."

Die Anzahl der belegten sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen
Studien hat sich laut dem Bericht in den letzten 10 Jahren kaum
verändert und ist von rund 64.000 belegten Studien im Jahr 1998/99
sogar auf zuletzt 61.000 gesunken. "Es war genug Zeit und es ist
mittlerweile höchste Zeit, die Studienplätze endlich
zukunftsorientiert auszubauen", so Janine Wulz vom Vorsitzteam der
ÖH. "Diese Zahlen zeigen deutlich, dass die Probleme in den
sogenannten Massenfächern hausgemacht sind. Das gerade die
Wirtschaftswissenschaften von den kürzlich eingeführten
Zugangsbeschränkungen betroffen sind, ist vor dem Hintergrund dieser
Zahlen geradezu absurd."

"Auch in der Medizin gibt es auf Grund von Zugangsbeschränkungen
heute bereits um 7.000 - und damit um mehr als ein Drittel - weniger
Studierende als noch 2006. Anstatt die notwendigen finanziellen
Mittel für die Hochschulen zur Verfügung zu stellen hat sich die
Politik in Österreich zuerst zurückgelehnt und gewartet und versucht
jetzt ihre Versäumnisse mit den Brechstangen Zugangsbeschränkungen
und Studiengebühren auf dem Rücken der Studierenden wieder gerade zu
biegen", so Wulz. "Der aktuelle Bericht ist eine klare
Handlungsanweisung an die Regierung und zeigt, dass eine echte und
umfassende Reform des Bildungssystems nicht länger aufgeschoben
werden darf und der qualitative und quantitative Ausbau des
Hochschulwesens längst überfällig ist.

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