• 18.03.2013, 09:31:49
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Den Fälschern auf der Spur!

Eine Ausstellung im Geldmuseum der Oesterreichischen Nationalbank

Utl.: Eine Ausstellung im Geldmuseum der Oesterreichischen
Nationalbank =

Wien (OTS) - Geldfälschung ist so alt wie das das Geldwesen selbst.
Bereits kurz nach dem Aufkommen der ersten Münzen im 7.Jh. v. Chr.
traten die ersten Falschmünzer auf den Plan. Die neue Ausstellung im
Geldmuseum der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) begibt sich auf
eine Spurensuche durch die österreichische Geld- und
Kriminalgeschichte. Mit mehr als 300 zum Teil noch nie gezeigten
Exponaten spannt sich ein Bogen von gefälschten Goldmünzen aus
keltischer Zeit bis zu Fälschungen der Gegenwart und den
Sicherheitsmerkmalen der ersten neuen "Hightech - Banknote" der Euro
Serie II, die ab Mai 2013 in Umlauf kommt.

Das Spektrum der Fälscher reicht von dilettantischen Einzeltätern
über organisierte Banden bis zu politisch motivierten staatlichen
Aktionen. Viele Fälscher blieben unerkannt, andere endeten auf dem
Richtplatz in siedendem Öl oder bis in das 19.Jh. hinein am Strang,
später im Kerker. Manche erlangten sogar eine gewisse Berühmtheit,
wie Österreichs "genialster" Geldfälscher, Peter Ritter von Bohr.
Sein Fall hatte besondere Brisanz, war Bohr doch Mitbegründer der
Ersten österreichischen Spar-Casse und verfügte über Kontakte bis zum
Kaiserhof.

Im Laufe der Zeit wurde Falschgeld auch immer wieder als politisches
Instrument eingesetzt. So ließ Napoleon zwischen 1805 und 1809 in
großem Maßstab Wiener Stadt-Banco-Zettel fälschen, um Österreich
wirtschaftlich zu schwächen. Ähnliche Ziele verfolgte das NS-Regime
mit der "Operation Bernhard" gegen England. Diese größte staatliche
Fälschungsaktion der Geschichte wurde nicht zuletzt durch den Oscar
prämierten Film "Die Fälscher" von Stefan Ruzowitzky weltbekannt.
In der Ausstellung sind Fälschungen von Münzen und Papiergeld aus
zwei Jahrtausenden zu sehen: Originale Fälscherutensilien, eine
Druckplatte für das britische Pfund der "Operation Bernhard", die
erste in Österreich entdeckte Euro-Fälschung oder der Fund von Werfen
mit seinen 1020 verfälschten Münzen aus dem 16.Jh., bilden besondere
Highlights. Die Gegenüberstellung von Original und Fälschung
ermöglicht direkte Vergleiche und gibt Einblicke in den
technologischen Wettstreit zwischen Banknotendruckern und Fälschern.
Die Bekämpfung von Falschgeld bzw. die Prävention war stets ein
wesentliches Anliegen der Prägeanstalten und Notenbanken. Heute setzt
man dabei vor allem auf die Information der Bevölkerung und
Verbesserungen beim Fälschungsschutz, um Fälschern technisch immer
einen Schritt voraus zu sein.

Die selten gezeigten einschlägigen Sammlungsobjekte der OeNB wurden
für die Ausstellung durch Leihgaben des Österreichischen
Bundeskriminalamts, von EUROPOL (Den Haag), dem Institut für
Numismatik und Geldgeschichte der Universität Wien, dem
Archäologischen Park Carnuntum, dem Münzkabinett des
Kunsthistorischen Museums, der Österreichischen Nationalbibliothek,
dem Österreichischen Staatsarchiv, dem Wiener Kriminalmuseum, dem
Stadtarchiv Steyr sowie dem Stadtarchiv und dem Stadtmuseum Wiener
Neustadt und privater Leihgeber ergänzt.

Ausstellungsdauer: 20. März 2013 bis 31. Jänner 2014

Öffnungszeiten des Geldmuseums:
Dienstag und Mittwoch von 9.30 Uhr bis 15.30 Uhr
Donnerstag von 9.30 Uhr bis 17.30 Uhr
Freitag von 9.30 Uhr bis 13.30 Uhr
Samstag bis Montag, an Feiertagen sowie am 24.12. und 31.12.
Geschlossen

Eintritt frei, Workshops und Führungen kostenlos
Adresse:
Oesterreichische Nationalbank, Geldmuseum, Otto-Wagner-Platz 3, 1090
Wien

Weitere Informationen bzw. Fotos unter www.geldmuseum.at bzw.
[email protected], Tel: (+43-1) 404 20-6644

Oesterreichische Nationalbank
Dr. Christian Gutlederer
Pressesprecher
Tel.: (+43-1) 404 20-6609

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | ONB

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