HTU-Wien: TU Wien entscheidet sich gegen Aufnahmeverfahren in der Architektur und der Informatik

Mogelpackung des Ministeriums erhält klare Abfuhr von Seiten der Technik.

Wien (OTS) - "Die Entscheidung unseres Rektorates ist ein Schritt, der von anderen Universitäten jetzt wiederholt werden sollte", kommentiert Martin Olesch, Vorsitzender der HTU Wien, die Entscheidung Aufnahmeverfahren nach §14 h Universitätsgesetz 2002 nicht durchzuführen " Die Zugangsbeschränkungen, die BM Töchterle als Lösung präsentiert, wurden an der TU Wien als das entlarvt, was sie sind, eine Mogelpackung."

"Die Aktuelle Novelle des Universitätsgesetzes hätte zu groben Schäden an der Kultur des Miteinander an unserer Universität geführt", so Klara Neugschwandtner vom Vorsitzteam weiter, "Wer mit anderen im Wettbewerb um einen Studienplatz steht, kann nicht mit ihnen zusammen an der Weiterentwicklung der Universität, des eigenen Fachbereiches oder der eigenen Person arbeiten"

"Um die Studienqualität an der Universität zu steigern strengt sich die HTU Wien zusammen mit der TU Wien an und arbeitet an Konzepten und Wegen um gute Lehre zu belohnen und verbesserungswürdige Lehre nachhaltig bei der Entwicklung zu unterstützen.", betont Georg Engel vom Vorsitzteam, "Die Qualität eines Studiums macht sich nicht daran fest, wie viele Menschen dieses Studieren wollen, sondern wie gut die Lehrveranstaltungen Wissen vermitteln können."

"Es ist gut dem aktuellen Trend des Bundesministeriums jedes Studienjahr den Universitätszugang zu ändern entgegenzutreten", erklärt Thomas Wenk vom Vorsitzteam, "Die Maturanten und Maturantinnen lernen gerade für ihren Schulabschluss und durch den Wegfall der Unisicherheit, was, wann, wie zu tun ist, kann für die an der TU Wien interessierten Schüler und Schülerinnen zumindest ein wenig Druck genommen werden, so dass die Studieninteressierten nicht schon mit einem Burnout an die Universität kommen."

Einige falsche Aussagen über die Gesetzesnovelle sind:

  • Verbesserung der Betreuungsrelation. -- Mit den vom Ministerium vorgelegten Zahlen wird das Verhältnis Lehrende zu Studierende sogar verschlechtert
  • Es gibt 95 neue Professuren -- Viele Professuren sind keine neuen, sondern nur Umwidmungen bereits geplanter Stellen -- Die Finanziellen Mittel beinhalten kein adäquates Professor/innengehalt und weder Räume, Sachmittel, Assistent/innenstellen oder Verwaltungsaufwand.
  • Kostenneutralität der Novelle -- Durch die Aufnahmeverfahren und die Verdrängungseffekte entstehen sehr hohe Mehrkosten bei den Universitäten und den Studieninteressierten.

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