Ordensspitäler: Beschäftigte kämpfen weiter um Fairness

Massive Verärgerung über Rat des Landes, gegen Mitarbeiter vorzugehen

Linz (OTS/ÖGB) - Spontane Solidaritätsreden von PatientInnen, Pfeifkonzerte für das schlechte Angebot des Landeshauptmannes für die Beschäftigten, sowie massiver Ärger der SpitalsmitarbeiterInnen über die Aufforderungen des Landes, arbeitsrechtliche Schritte gegen MitarbeiterInnen zu setzen und mittels (unerlaubter) Arbeitskräfteüberlassung den Streik zu brechen: In den oberösterreichischen Ordensspitälern stellen die Beschäftigten unmissverständlich klar, dass sie weiter um einen fairen Lohnabschluss kämpfen werden. "Es ist beschämend, dass Menschen, die sich viel lieber um ihre PatientInnen kümmern würden, für eine so bescheidende Forderung wie einen Teuerungsausgleich streiken müssen", sagt ÖGB-Landesvorsitzender Dr. Johann Kalliauer.++++

Aktuelles Angebot weit von Minimalforderung entfernt
Von schönen Worten über angebliche Kompromissangebote lassen sich die Beschäftigten nicht hinters Licht führen. Sonja Reitinger, Verhandlungsführerin von der Gewerkschaft vida stellt klar: "Wir wollen entweder die Teuerung finanziell abgegolten oder eine echte 39-Stunden-Woche, das heißt, 39 Stunden Arbeit und darüber hinaus Überstundenzuschläge. Was uns vorgelegt wurde, entspricht aber nicht einmal annähernd den Minimalforderungen der ArbeitnehmerInnen. Dem gebotenen Zeitguthaben stehen weniger Geld für Rufbereitschaft und Überstunden gegenüber, was in Summe eine Verschlechterung bedeutet."

Die Anliegen der MitarbeiterInnen seien mehr als berechtigt, schließlich haben sie schon drei Jahre in Folge Reallohnverluste in Kauf nehmen müssen. "Die MitarbeiterInnen der Ordensspitäler leisten gesellschaftlich enorm wichtige Arbeit. Sie haben es wahrlich nicht verdient, dass ihre Einkommen Jahr für Jahr schrumpfen", unterstützt Kalliauer die MitarbeiterInnen.

Foglar: Nicht gegen streikende MitarbeiterInnen vorgehen! Solidarische Grüße übermittelte auch ÖGB-Präsident Erich Foglar:
"Eine Erhöhung, die zumindest die Inflation abdeckt, ist wirklich keine überzogene Forderung. Auch für alle anderen Privatkrankenanstalten und Ordensspitäler konnten bereits ordentliche Abschlüsse ausverhandelt werden." Besorgt zeigt er sich über das gestern bekannt gewordene Schreiben des Landes OÖ, in dem Spitälern zu Sanktionen gegen MitarbeiterInnen geraten wird. "Ich fordere Landeshauptmann Pühringer entschieden auf, nicht gegen streikende MitarbeiterInnen vorzugehen und sich an die Gesetzeslage zu halten -das Arbeitskräfteüberlassungsgesetz verbietet nämlich die Überlassung von Arbeitskräften an streikende Betriebe", stellt Foglar klar.

Rückfragen & Kontakt:

Maga. Carmen Janko
ÖGB Oberösterreich
Kommunikation
Mobil.: 0664/6145123
mailto: carmen.janko@oegb.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0003