- 13.03.2013, 12:52:20
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Ordensspitäler: Beschäftigte kämpfen weiter um Fairness
Massive Verärgerung über Rat des Landes, gegen Mitarbeiter vorzugehen
Utl.: Massive Verärgerung über Rat des Landes, gegen Mitarbeiter
vorzugehen =
Linz (OTS/ÖGB) - Spontane Solidaritätsreden von PatientInnen,
Pfeifkonzerte für das schlechte Angebot des Landeshauptmannes für die
Beschäftigten, sowie massiver Ärger der SpitalsmitarbeiterInnen über
die Aufforderungen des Landes, arbeitsrechtliche Schritte gegen
MitarbeiterInnen zu setzen und mittels (unerlaubter)
Arbeitskräfteüberlassung den Streik zu brechen: In den
oberösterreichischen Ordensspitälern stellen die Beschäftigten
unmissverständlich klar, dass sie weiter um einen fairen
Lohnabschluss kämpfen werden. "Es ist beschämend, dass Menschen, die
sich viel lieber um ihre PatientInnen kümmern würden, für eine so
bescheidende Forderung wie einen Teuerungsausgleich streiken müssen",
sagt ÖGB-Landesvorsitzender Dr. Johann Kalliauer.++++
Aktuelles Angebot weit von Minimalforderung entfernt
Von schönen Worten über angebliche Kompromissangebote lassen sich die
Beschäftigten nicht hinters Licht führen. Sonja Reitinger,
Verhandlungsführerin von der Gewerkschaft vida stellt klar: "Wir
wollen entweder die Teuerung finanziell abgegolten oder eine echte
39-Stunden-Woche, das heißt, 39 Stunden Arbeit und darüber hinaus
Überstundenzuschläge. Was uns vorgelegt wurde, entspricht aber nicht
einmal annähernd den Minimalforderungen der ArbeitnehmerInnen. Dem
gebotenen Zeitguthaben stehen weniger Geld für Rufbereitschaft und
Überstunden gegenüber, was in Summe eine Verschlechterung bedeutet."
Die Anliegen der MitarbeiterInnen seien mehr als berechtigt,
schließlich haben sie schon drei Jahre in Folge Reallohnverluste in
Kauf nehmen müssen. "Die MitarbeiterInnen der Ordensspitäler leisten
gesellschaftlich enorm wichtige Arbeit. Sie haben es wahrlich nicht
verdient, dass ihre Einkommen Jahr für Jahr schrumpfen", unterstützt
Kalliauer die MitarbeiterInnen.
Foglar: Nicht gegen streikende MitarbeiterInnen vorgehen!
Solidarische Grüße übermittelte auch ÖGB-Präsident Erich Foglar:
"Eine Erhöhung, die zumindest die Inflation abdeckt, ist wirklich
keine überzogene Forderung. Auch für alle anderen
Privatkrankenanstalten und Ordensspitäler konnten bereits ordentliche
Abschlüsse ausverhandelt werden." Besorgt zeigt er sich über das
gestern bekannt gewordene Schreiben des Landes OÖ, in dem Spitälern
zu Sanktionen gegen MitarbeiterInnen geraten wird. "Ich fordere
Landeshauptmann Pühringer entschieden auf, nicht gegen streikende
MitarbeiterInnen vorzugehen und sich an die Gesetzeslage zu halten -
das Arbeitskräfteüberlassungsgesetz verbietet nämlich die Überlassung
von Arbeitskräften an streikende Betriebe", stellt Foglar klar.
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