- 11.03.2013, 12:32:31
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AK-Präsidentenwahl: "Chance vertan!"
AUGE/UG beklagt Fehlen von Frauen an der Arbeiterkammer-Führungsspitze
Utl.: AUGE/UG beklagt Fehlen von Frauen an der
Arbeiterkammer-Führungsspitze =
Wien (OTS) - "Ein Armutszeugnis für die Arbeiterkammern in
Österreich" benennt Klaudia Paiha, Bundessprecherin der Alternativen,
Grünen und Unabhängigen GewerkschafterInnen die Tatsache, dass es
auch nach der heutigen Präsidentenwahl in der Wiener Arbeiterkammer
keine einzige weibliche Arbeiterkammer-Präsidentin gibt. "Neun
Arbeiterkammern, neun männliche Präsidenten, neun männliche
Direktoren. Die Wiener Arbeiterkammer hat die Chance vertan, dieses
Verhältnis zu verbessern - allen voran die den Präsidenten stellenden
Sozialdemokratischen GewerkschafterInnen! Und das so knapp nach dem
Frauentag, an welchem der scheidende Präsident Tumpel zu Recht den
niedrigen Frauenanteil in den Führungsebenen der Unternehmen
kritisierte und die Einführung einer gesetzlichen Geschlechterquote
forderte. Hier könnte die AK selbst eine Quote verbessern - ganz ohne
Gesetz ..."
Zwt.: ArbeitnehmerInnenvertretung fest in Männerhand!
Erst ein einziges mal in der Geschichte der Arbeiterkammern gab es
mit Lore Hostasch eine Arbeiterkammer-Präsidentin, ansonsten ist auch
die ArbeitnehmerInnen-Vertretung fest in Männerhand. Erst in der
zweiten Reihe gibt es Frauen: zehn von 30 VizepräsidentInnen, zwei
von zehn stellvertretenden DirektorInnen - aber auch damit bleibt die
Arbeiterkammer mit 33 bzw. 20 Prozent hinter der eigenen Forderungen
nach einer 40-Prozent Frauenquote in Unternehmensführungen zurück.
"Schöne Worte und Lippenbekenntnisse helfen den Frauen auch von
Seiten der Arbeiterkammern nichts - es ist dringend an der Zeit, dass
auch hier die gläserne Decke durchbrochen wird!", resümiert Paiha mit
Verweis auf die kommenden Arbeiterkammerwahlen im nächsten Jahr.
Zwt.: Jenseits der Geschlechterfrage - Vorschusslorbeeren für Kaske
Jenseits der Geschlechterfrage gibt es von der AUGE/UG
Vorschusslorbeeren für den neuen Präsidenten: "Wir kennen Rudi Kaske
als einen, der sich für Minderheiten einsetzt, beispielsweise für
MigrantInnen, und der auch keine Berührungsängste mit
zivilgesellschaftlichen Bewegungen hat. Insofern erwarten wir uns
eine gute Zusammenarbeit und Offenheit auch für Themen, die bislang
von der AK vernachlässigt bis ablehnend behandelt wurden, etwa die
Frage des Ökologischen Umbaus unseres Wirtschaftssystems oder der
zunehmenden Prekarisierung auch in den öffentlichen Diensten".
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