ÖH: Weltfrauentag an die Hochschulen!

Männerbünde brechen und Gleichstellung vorantreiben - überall

Wien (OTS) - Die Österreichische HochschülerInnenschaft erinnert am heutigen Weltfrauentag, dass gerade an den Hochschulen in Sachen Geschlechtergerechtigkeit noch viel zu tun ist. "Obwohl Frauen die Mehrzahl der Bachelorstudierenden stellen, nimmt ihr Anteil während dem Master und dem Doktorat schnell ab", so Martin Schott vom Vorsitzteam der ÖH. "Genau so verhält es sich beim wissenschaftlichen Personal - es gibt eklatant weniger weibliche ordentliche Professorinnen und Rektorinnen als männliche." Diese Fakten sind sowohl Symptom als auch Ursache gesellschaftlicher Benachteiligung von Frauen. "Obwohl Hochschulen eigentlich mit gutem Beispiel vorangehen müssten, hinken sie in Sachen Gleichstellung der gesellschaftlichen Realität um Jahrzehnte hinterher", so Schott. Das hat einerseits mit den immer noch starken männerbündischen Strukturen im Hochschulbetrieb zu tun, andererseits trägt die prekäre Lage für JungwissenschafterInnen dazu bei, gerade Frauen von einer wissenschaftlichen Laufbahn abzuschrecken. "Wie in Forum Hochschule dargelegt, fordert die ÖH eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen für JungwissenschafterInnen, mehr Gender-Kompetenz der Vortragenden sowie in jedem Studium ein Pflichtfach aus dem Bereich der Gender Studies."

Schott führt außerdem an: "Es hat sich gezeigt, dass - zum Beispiel mit der aktuellen #aufschrei-Debatte - aktiver Feminismus sichtbare Erfolge bringt und unterstützt gehört. Missstände wie Benachteiligung von und Gewalt an Frauen müssen ins Licht der Öffentlichkeit gerückt werden, damit ihnen wirkungsvoll begegnet werden kann. Die ÖH unterstützt NachwuchswissenschafterInnen mit dem Fördertopf für Feministische/Queere Forschung, außerdem gibt es einen frauenspezifischen Teil der Sonderprojektförderung. Auch der bald erscheinende Frauenkompass soll mehr Geschlechtergerechtigkeit an Hochschulen ermöglichen."

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