- 08.03.2013, 10:19:21
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Unabhängige GewerkschafterInnen: "Aus für Nulllohnrunde in Wien ist Erfolg zahlreicher Initiativen an Gewerkschaftsbasis!"
UG und KIV/UG erfreut über Ende der Nulllohnrunde in Wien - bereits erlittene Kaufkraftverluste müssen allerdings 2014 wettgemacht werden!
Utl.: UG und KIV/UG erfreut über Ende der Nulllohnrunde in Wien -
bereits erlittene Kaufkraftverluste müssen allerdings 2014
wettgemacht werden! =
Wien (OTS) - "Die ursprünglich angekündigte Nulllohnrunde für
Wiens Gemeindebedienstete ist Geschichte. Das ist ein Erfolg der
zahlreichen Initiativen und Beschlüsse gegen Nulllohnrunden an
Dienststellen und in den Betrieben - nicht zuletzt auch im Rahmen
unserer Kampagne 'Null Bock auf Nulllohnrunden' - die Druck auf
Verhandlungen gemacht, und letztendlich zu diesem Lohnabschluss
geführt haben. Widerstand zahlt sich also aus," freut sich Markus
Koza, Vorsitzender der Unabhängigen GewerkschafterInnen im ÖGB.
Das "lachende Auge" sei dabei, so Koza, dass es zu einer
Lohnerhöhung in Form eines schemawirksamen, nachhaltig wirkenden
Fixbetrags gekommen sei, der die Kaufkraft unterer und mittlerer
Einkommen im Verhältnis zu den oberen deutlich stärkt. Denn: "Niedere
Einkommen gewinnen bei Fixbeträgen prozentuell mehr als hohe
Einkommen. Das erhöht die Kaufkraft einkommensschwacher Gruppen, wird
unmittelbar nachfragewirksam, stärkt damit ganz wesentlich den Konsum
und unterstützt damit die wirtschaftliche Erholung." Kritik gibt es
allerdings an der Höhe sowie dem Zeitpunkt, ab dem die Lohnerhöhung
gilt: "Eine Lohnsteigerung, die erst mit Mitte des Jahres zu wirken
beginnt, hätte entweder rückwirkend, oder deutlich höher ausfallen
müssen, um die bereits entstandenen Reallohnverluste auszugleichen.
Die 35 Euro monatlich ab 1. Juli machen den bisherigen
Kaufkraftverlust jedenfalls nicht wett," kritisiert Koza. Zufrieden
zeigt sich Koza, dass im Gegensatz zum Bund für Wien im nächsten Jahr
kein Abschluss unter der Inflationsrate angedacht ist.
Von Bedeutung über die Gemeindebediensteten hinaus sei der
Lohnabschluss in Wien nicht zuletzt auch deswegen, da es nun wohl
auch für die Beschäftigten privater Vereine, deren
Einkommensentwicklung an jener der Gemeinde Wien gekoppelt sind,
entsprechend nachhaltig wirkende Lohnerhöhungen geben wird.
Zwt.: Für 2014 Lohnzuwachs über Inflationsrate gefordert!
Für 2014 fordert Martina Petzl-Bastecky, Wiener Landessprecherin
der KIV/UG (Konsequente Interessensvertretung), den Unabhängigen
GewerkschafterInnen bei den Gemeindebediensteten jedenfalls einen
Gehaltsabschluss über der Inflationsrate: "Wir nehmen die Wiener
Stadtregierung beim Wort, wenn für sie die Inflationsrate Basis der
Lohnverhandlungen 2014 ist. Denn sie kann tatsächlich nicht mehr als
'Basis' sein, angesichts der bereits erlittenen Kaufkraftverluste,
die ja irgendwann wettgemacht werden müssen."
Dem Lohnabschluss hat die KIV/UG als zweitstärkste Gruppierung in
der GdG-KMSfB im Rahmen des Wiener Landesvorstands zugestimmt.
Petzl-Bastecky: "Wir können zwar weder mit Zeitpunkt der Gültigkeit
noch mit der Höhe wirklich zufrieden sein, allerdings haben wir nicht
gegen eine Nulllohnrunde und für Verhandlungen erfolgreich
mobilisiert um dann gegen eine Lohnerhöhung zu stimmen. Den Erfolg
der Gewerkschaftsbasis und unserer zahlreichen Initiativen an den
Dienststellen und in den Betrieben lassen wir uns nicht nehmen. Wir
haben die Nulllohnrunde zu Fall gebracht. Nächstes Jahr muss
allerdings einiges an entstandenen finanziellen Verlusten wieder
aufgeholt werden. Und - wir sind jederzeit wieder
mobilisierungsfähig."
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