• 07.03.2013, 13:57:41
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Architektur und Identität im Scheinwerferlicht

Pressekonferenz der ÖW auf der ITB liefert Impulse und Ideen für Geschichten über das Urlaubsland Österreich.

Im Bild v.l.n.r.: Gerold Schneider, Hotelier und
Architekt in Lech am Arlberg; Astrid Legner, "Austria Guide"; Hans
Schenner, Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft
der WKO; Petra Stolba, Geschäftsführerin der Österreich Werbung;
Oskar Hinteregger, ÖW-Region Manager in Deutschland

Utl.: Pressekonferenz der ÖW auf der ITB liefert Impulse und Ideen
für Geschichten über das Urlaubsland Österreich. =

Wien/Berlin (TP/OTS) - Traditionell am zweiten Messetag stand heute
Vormittag die Pressekonferenz der Österreich Werbung auf dem
ITB-Programm. Im Mittelpunkt stand dabei der Kulturschwerpunkt 2013
"Architektur und Identität". Neu war heuer das Veranstaltungsformat
aufgrund der klaren Fokussierung auf deutsche Reisejournalisten:
Loungemöbel, Kaffeehausatmosphäre und moderierte Gespräche mit
Gastgebern gaben den rund 50 anwesenden Medienvertretern Impulse und
Ideen für Geschichten über das Urlaubsland Österreich.

ÖW-Geschäftsführerin Petra Stolba skizzierte zu Beginn die
jüngsten Erfolge Österreichs am deutschen Markt. Demnach stiegen
sowohl Ankünfte als auch Nächtigungen seit Winter 2010 kontinuierlich
an. Aber auch die anderen Top5-Märkte entwickelten sich positiv, und
auch Überseemärkte, insbesondere Asien, verzeichnen zweistellige
Zuwächse. Wesentliche Erfolgsfaktoren sind laut Stolba die Auswahl
der richtigen Märkte, für jeden Quellmarkt die individuell richtige
Strategie und die passenden hochqualitativen Produkte.

Für Bundesspartenobmann Hans Schenner, oberster Vertreter der
90.000 Betriebe im österreichischen Tourismus und selbst Hotelier,
kann Österreich als Urlaubsland vor allem mit authentischer
Gastlichkeit, Gemütlichkeit und persönlichem Einsatz punkten: "Der
Gast möchte regionale Spezialitäten genießen und dabei im Kontakt mit
der Bevölkerung die österreichische Gastfreundschaft erfahren. Die
Begriffe Gastfreundschaft und Gemütlichkeit werden von den Gästen
auch mit deutlichem Abstand als wesentliche Eigenschaften einer
Urlaubsregion genannt. Für Schenner sind die heimischen Betriebe hier
sehr gut aufgestellt: "Wir verstehen es, in einer natürlichen Weise
auf die individuellen Bedürfnisse unserer internationalen Gäste
einzugehen. Dabei beziehen wir nicht nur Interessen und Geschmäcker
der Urlauber ein, sondern wissen vor allem um die Bräuche und
Gegebenheiten der jeweiligen Regionen. Die Reisenden kommen gerne
nach Österreich, wo sie sich nicht nur als Gäste fühlen, sondern wie
Freunde empfangen werden."

Auch Architektur spielt eine stärker werdende Rolle bei der
Urlaubplanung. So stellt bereits für ein Drittel der Gäste das
Ortsbild/Stadtbild bzw. die Architektur das Entscheidungskriterium
für eine Region als Urlaubsziel dar. "Mit unserem heurigen
Kulturschwerpunkt 'Architektur und Identität' fokussieren wir ganz
bewusst auf dieses Thema und seinen Stellenwert im Tourismus. Denn
Architektur spielt für unsere Gäste auch eine wesentliche Rolle, um
Land und Leute kennen zu lernen", erläutert Petra Stolba. Architektur
und Identität sind seit jeher sehr eng miteinander verbunden. "Nicht
nur das kulturelle Erbe - wie Schlösser, Burgen und Stifte - sondern
auch die architektonische Vielfalt in der Gegenwart sind wichtige
Identitätsträger für das Urlaubsland Österreich", so Stolba.

Gerold Schneider, Hotelier und Architekt in Lech am Arlberg,
beschäftigt sich seit Jahren mit den Themen Tourismus, Architektur
und Identität. Nach seinem Studium der Philosophie, Literatur, Kunst-
und Architekturtheorie gründete er 1995 ein Architekturbüro in Wien,
bevor er 1997 in den elterlichen Betrieb in Lech eintrat. Für ihn ist
es das Gedächtnis der Bewohner, das Orte mit Geschichte von jenen aus
der Retorte unterscheidet. "Die Identität einer Region ist kein
Rückbezug auf historische Kulturstufen, sondern eine (selbst-)
bewusste Entwicklung spezifischer Eigenschaften eines Ortes durch
seine Bürger. Das Überleben der Identität eines Ortes hängt demnach
von der offenen Auseinandersetzung des Gedächtnisses der Herkunft und
der Notwendigkeit der permanenten Anpassungsleistung der
Neuinterpretation ab", so Schneider. Die dynamische Phase des
Tourismus im alpinen Raum habe seit ihrem Beginn mit Setzungen von
außen zu tun, mit der Konfrontation durch neue Lebensstile und deren
Räume. Die Anpassungsleistung dieser kurzen Epoche pendelt meist
zwischen den Extremen einer bildhaften Rückwärtsgewandtheit und einem
vorbehaltlosen Bekenntnis zur Moderne.

Oskar Hinteregger, ÖW-Region Manager in Deutschland ging in seinem
Statement zunächst auf die Erwartungen des deutschen Gastes ein.
Trotz Multioptionalität sind seine wesentlichen Urlaubsmotive gleich
geblieben: Erholen und entspannen, Neues entdecken, Zeit für die
Familie haben, Land und Leute kennen lernen. Österreich ist darauf
gut vorbereitet "Für die Gastgeber von heute geht es um ein
authentisches Erleben, ein Mit-Leben. Gemeinsam mit Verbänden,
Regionen und Orte haben sie einen Prozess begonnen, der das Angebot
professionalisiert. Das machen sie dabei so behutsam, dass der
Charme, und das Österreichische dabei nie verloren gehen", so
Hinteregger.

Was die Architektur angeht, so sei die Verbindung von Tradition
und Moderne in der Architektur in Städten ebenso zu finden wie in
ländlichen Regionen. Wenn im Bregenzerwald der traditionelle Holzbau
mit Glas und Stahl zu einer Juppenwerkstatt wird, wenn in Kärnten ein
neues Badehaus am Millstätter See entsteht, wenn Zaha Hadid eine
Hungerburgbahn in Innsbruck entwirft, wenn die Familie Sabathi einen
wegweisenden Weinkeller in der Steiermark bauen lässt.
Selbstverständlich prägen aber nach wie vor auch die großen,
imposanten, historischen Bauten das Land, sind Anziehungspunkt für
Gäste aus Deutschland und der ganzen Welt, betont Hinteregger.

Die professionelle Gästebetreuung erfordert in der heutigen Zeit
eine immer höhere Flexibilität. Bestimmten Berufsgruppen kommt dabei
besondere Bedeutung zu - aus diesem Grund war Astrid Maria Legner,
eine von 1.600 Austria Guides und seit 2007 Berufsgruppensprecherin
in Österreich, als Gastrednerin bei der Pressekonferenz. "Die
Anforderungen entwickeln sich ganz klar weg vom schulmeisterlichen,
starren Herunterbeten geschichtlicher Daten und Fakten, hin zum
charmanten Repräsentanten des Urlaubslandes, der den Gast behutsam an
der Hand nimmt und zu den verborgenen Schätzen Österreichs führt", so
Legner. Der Gast erwarte ein breites Angebot an möglichem
Zeitvertreib. Dabei darf das Ganze nicht in Stress ausarten.
Kulturgenuss, sportliche Aktivitäten und kulinarische Erlebnisse
sollten auf einen Nenner gebracht werden und wohldosiert an den
Kunden weitergegeben werden. Denn letztendlich, und hier waren sich
alle Podiumsteilnehmer einig, stehe dabei das ganzheitliche Erleben
des Urlaubslandes Österreich mit allen Sinnen im Vordergrund.

Weitere Informationen zum Kulturschwerpunkt "Architektur und
Identität" finden Sie hier.

Pressetexte und Impressionen zur ITB 2013:
www.newsroom.austriatourism.com bzw. dem ITB-Blog der Österreich
Werbung unter http://blog.austriatourism.com/itb2013.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | TPK

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