- 07.03.2013, 11:03:39
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WKÖ-Hochhauser: Wirtschaft setzt immer stärker auf Frauen
Frauen in Führungspositionen: Tendenz stimmt, Tempo sollte höher sein - mit Wochengeld-Verdoppelung zentrale Verbesserung für Unternehmerinnen durchgesetzt
Utl.: Frauen in Führungspositionen: Tendenz stimmt, Tempo sollte
höher sein - mit Wochengeld-Verdoppelung zentrale Verbesserung
für Unternehmerinnen durchgesetzt =
Wien (OTS/PWK127) - "Alle Jahre wieder wird der Internationale
Frauentag zum Anlass genommen, um angebliche oder tatsächliche
Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen zu beklagen. Tatsache ist,
dass Frauen in der Wirtschaft - und zwar auf allen Ebenen - im
Vormarsch sind. Und das zum ökonomischen Vorteil der Betriebe. Der 8.
März sollte daher nicht ein Tag des Jammerns sein, sondern ein Tag
des Feierns", stellt die Generalsekretärin der Wirtschaftskammer
Österreich (WKÖ), Anna Maria Hochhauser, fest.
Mit 130.000 Unternehmerinnen und Geschäftsführerinnen wird bereits
jedes dritte Unternehmen in Österreich von einer Frau geleitet. Noch
größer ist deren Anteil bei Unternehmensgründungen mit knapp 41
Prozent - verglichen mit 27 Prozent Mitte der 1990er Jahr. Auch in
den Chefetagen - ob in Aufsichtsräten oder Vorständen - ist der
Frauenanteil stetig im Steigen begriffen. "Die Tendenz stimmt, das
Tempo sollte aber höher sein", konstatiert Hochhauser. Denn klar sei,
dass die Wirtschaft in Zukunft noch stärker auf Frauen setzen müsse:
"Da sich der Fachkräftemangel in den nächsten Jahren weiter
verschärfen wird, zählen Frauen zu den Schlüsselkräften der Zukunft."
Absolute Priorität müsse daher der Verbesserung der Rahmenbedingungen
für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf eingeräumt
werden. "An einem weiteren Ausbau qualitativ hochwertiger
Kinderbetreuung - flächendeckend und auch für Unter-Dreijährige -
führt kein Weg vorbei, wenn wir mehr Frauen in Beschäftigung und
insbesondere auch in die Chefetagen bringen wollen."
Die WKÖ-Generalsekretärin weist darüber hinaus darauf hin, dass
seit dem letzten Frauentag wichtige Verbesserungen zugunsten
selbständig tätiger Frauen gelungen sind: "Die Erhöhung des
Wochengeldes für Selbständige auf 50 Euro und damit eine
Beinahe-Verdoppelung ist ein Riesenerfolg für Österreichs
Unternehmerinnen." Zudem setzt die WKÖ auf konkrete und praxisnahe
Unterstützung. Um hochqualifizierte Frauen zielgerichtet auf
Führungsfunktionen in der Wirtschaft vorzubereiten, wurde daher
gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium und der IV unter dem Titel
"Zukunft.Frauen" ein eigenes Führungskräfteprogramm für Frauen ins
Leben gerufen, bei dem soeben der 5. Projektdurchgang erfolgreich
abgeschlossen wurde. Damit stehen 100 Absolventinnen auch für Top
Führungs- bzw. Aufsichtsratspositionen über die Datenbank zur
Verfügung.
Die WKÖ geht in Sachen Vereinbarkeit selbst mit gutem Beispiel
voran und hat im November 2012 bereits zum vierten Mal das Audit
Beruf und Familie zuerkannt bekommen. Zudem setzt die
Wirtschaftskammer-Organisation auf politischer Führungsebene im
Vergleich zu anderen Interessenvertretungen verstärkt auf Frauen: So
sind in der WKÖ die Leitung des Generalsekretariats ebenso wie zwei
der 6 Vizepräsidenten-Stellen mit Frauen besetzt. Zudem werden zwei
von 9 Landeskammern von Frauen angeführt.
Hochhauser abschließend: "Die Betriebe können und wollen auf die
Talente und Fähigkeiten von Frauen auf allen Unternehmensebenen nicht
verzichten. Neben einem Bewusstseinswandel und der Notwendigkeit,
noch mehr Frauen Mut zur Karriere zu machen, geht es vor allem um die
richtigen Rahmenbedingungen. Zwangsmaßnahmen wie Quoten bei der
Besetzung der Führungsgremien privater Unternehmen sind hingegen
nicht nur ungerechtfertigte Eingriffe. Sie gehen auch völlig ins
Leere, solange den Frauen nicht alle Chancen und Wahlfreiheiten für
ihre Karriere- und Lebensplanung geboten werden." (SR)
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