WKÖ-Hochhauser: Wirtschaft setzt immer stärker auf Frauen

Frauen in Führungspositionen: Tendenz stimmt, Tempo sollte höher sein - mit Wochengeld-Verdoppelung zentrale Verbesserung für Unternehmerinnen durchgesetzt

Wien (OTS/PWK127) - "Alle Jahre wieder wird der Internationale Frauentag zum Anlass genommen, um angebliche oder tatsächliche Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen zu beklagen. Tatsache ist, dass Frauen in der Wirtschaft - und zwar auf allen Ebenen - im Vormarsch sind. Und das zum ökonomischen Vorteil der Betriebe. Der 8. März sollte daher nicht ein Tag des Jammerns sein, sondern ein Tag des Feierns", stellt die Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Anna Maria Hochhauser, fest.

Mit 130.000 Unternehmerinnen und Geschäftsführerinnen wird bereits jedes dritte Unternehmen in Österreich von einer Frau geleitet. Noch größer ist deren Anteil bei Unternehmensgründungen mit knapp 41 Prozent - verglichen mit 27 Prozent Mitte der 1990er Jahr. Auch in den Chefetagen - ob in Aufsichtsräten oder Vorständen - ist der Frauenanteil stetig im Steigen begriffen. "Die Tendenz stimmt, das Tempo sollte aber höher sein", konstatiert Hochhauser. Denn klar sei, dass die Wirtschaft in Zukunft noch stärker auf Frauen setzen müsse:
"Da sich der Fachkräftemangel in den nächsten Jahren weiter verschärfen wird, zählen Frauen zu den Schlüsselkräften der Zukunft." Absolute Priorität müsse daher der Verbesserung der Rahmenbedingungen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf eingeräumt werden. "An einem weiteren Ausbau qualitativ hochwertiger Kinderbetreuung - flächendeckend und auch für Unter-Dreijährige -führt kein Weg vorbei, wenn wir mehr Frauen in Beschäftigung und insbesondere auch in die Chefetagen bringen wollen."

Die WKÖ-Generalsekretärin weist darüber hinaus darauf hin, dass seit dem letzten Frauentag wichtige Verbesserungen zugunsten selbständig tätiger Frauen gelungen sind: "Die Erhöhung des Wochengeldes für Selbständige auf 50 Euro und damit eine Beinahe-Verdoppelung ist ein Riesenerfolg für Österreichs Unternehmerinnen." Zudem setzt die WKÖ auf konkrete und praxisnahe Unterstützung. Um hochqualifizierte Frauen zielgerichtet auf Führungsfunktionen in der Wirtschaft vorzubereiten, wurde daher gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium und der IV unter dem Titel "Zukunft.Frauen" ein eigenes Führungskräfteprogramm für Frauen ins Leben gerufen, bei dem soeben der 5. Projektdurchgang erfolgreich abgeschlossen wurde. Damit stehen 100 Absolventinnen auch für Top Führungs- bzw. Aufsichtsratspositionen über die Datenbank zur Verfügung.

Die WKÖ geht in Sachen Vereinbarkeit selbst mit gutem Beispiel voran und hat im November 2012 bereits zum vierten Mal das Audit Beruf und Familie zuerkannt bekommen. Zudem setzt die Wirtschaftskammer-Organisation auf politischer Führungsebene im Vergleich zu anderen Interessenvertretungen verstärkt auf Frauen: So sind in der WKÖ die Leitung des Generalsekretariats ebenso wie zwei der 6 Vizepräsidenten-Stellen mit Frauen besetzt. Zudem werden zwei von 9 Landeskammern von Frauen angeführt.

Hochhauser abschließend: "Die Betriebe können und wollen auf die Talente und Fähigkeiten von Frauen auf allen Unternehmensebenen nicht verzichten. Neben einem Bewusstseinswandel und der Notwendigkeit, noch mehr Frauen Mut zur Karriere zu machen, geht es vor allem um die richtigen Rahmenbedingungen. Zwangsmaßnahmen wie Quoten bei der Besetzung der Führungsgremien privater Unternehmen sind hingegen nicht nur ungerechtfertigte Eingriffe. Sie gehen auch völlig ins Leere, solange den Frauen nicht alle Chancen und Wahlfreiheiten für ihre Karriere- und Lebensplanung geboten werden." (SR)

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