Bayr zum Internationalen Frauentag: Gewalt gegen Frauen stoppen

Weibliche Genitalverstümmelung ist Gewalt gegen Frauen

Wien (OTS/SK) - "Der Frauentag ruft uns heuer dazu auf, entschieden gegen Gewalt an Frauen aufzutreten", betont Petra Bayr, Nationalratsabgeordnete der SPÖ, anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März. 2013 steht der Frauentag im Zeichen gegen jede Form von Gewalt gegen Mädchen und Frauen. Ein Drittel aller Frauen sind in ihrem Leben Gewalt ausgesetzt, sei es körperliche, seelische oder sexuelle Gewalt. "Das ist ein inakzeptabler Zustand", sagt Bayr am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Die Frauenstatuskommission der Vereinten Nationen (Commission on the Status of Women, CSW) berät von 4. bis 15. März über die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Dabei treffen Vertreterinnen und Vertreter von Staaten und NGOs aufeinander. "Ich hoffe, dass die Stimmen der zahlreichen Expertinnen und Experten aus der Zivilgesellschaft, die wertvollen Input im Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt zu bieten haben, von den Staatenvertretern gehört werden und deren Positionen in die Verhandlungen einfließen", fordert Bayr die Staaten zur Kooperation mit progressiven NGOs auf. Letztes Jahr kam es bei der CSW wegen der Blockade konservativer Staaten zu keinem Abschlussdokument. Das dürfe sich laut Bayr nicht wiederholen: "Ich rufe die Verhandler der EU-Staaten auf, stark für die Rechte von Frauen und Mädchen aufzutreten und keine Rückschritte in der internationalen Frauenpolitik zuzulassen".

Weibliche Genitalverstümmelung stellt eine Form der Gewalt gegen Frauen und Mädchen dar, "die in manchen Staaten leider immer noch verbreitet ist", bedauert Bayr, die im Jahr 2003 die Plattform stopFGM gegründet hat. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sind 140 Millionen Frauen und Mädchen von den körperlichen und seelischen Folgen dieser Menschenrechtsverletzung betroffen. Das European Institute for Gender Equality (EIGE) hat eine Studie über FGM in den EU-Mitgliedstaaten plus Kroatien herausgebracht, die heute von der EU-Kommissarin für Justiz und Grundrechte Viviane Reding vorgestellt wird.

Link zur Studie:
http://www.eige.europa.eu/content/document/female-genital-mutilation-in-the-european-union-and-croatia-report

(Schluss) bj/mp

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