• 06.03.2013, 10:50:31
  • /
  • OTS0092 OTW0092

Unabhängige GewerkschafterInnen zur PädagogInnenbildung NEU: ÖLI-UG gegen faule Kompromisse mit Reformverweigerern

Finanzierung sichern - Zertifizierungsrat demokratisch beschicken - Gleichwertigkeit der Master-Ausbildung für Volksschule, Sekundarstufe 1 und Sekundarstufe 2

Utl.: Finanzierung sichern - Zertifizierungsrat demokratisch
beschicken - Gleichwertigkeit der Master-Ausbildung für
Volksschule, Sekundarstufe 1 und Sekundarstufe 2 =

Wien (OTS) - Der Begutachtungsentwurf für die seit 2009
vorbereitete PädagogInnenbildung NEU sollte vergangene Woche bereits
in Begutachtung gehen. Da am "Feinschliff" immer noch gearbeitet
wird, erinnern die Österreichische LehrerInnen Initiative und die
Unabhängigen GewerkschafterInnen in der GÖD an unabdingbare
Eckpunkte:

zwt.: Bildung kostet. Zukunftsinverstitionen statt Spar-Modell.

Die Anhebung der Ausbildung von rund 80.000
PflichtschullehrerInnen, BerufsschullehrerInnen und einem Teil der
AHS-/BMHS-/ldw.LehrerInnen vom PH-Bachelor auf universitäre
Master-Abschlüsse kostet:

- längeres praxisorientiertes und forschungsbasiertes Studium kostet,

- vollakademische L1-Gehälter für die neuen StufenlehrerInnen
(Volksschule, Sekundarstufe 1, Sekundarstufe 2) kosten
(Akademiker-Bezüge waren bisher den rund 40.000 universitär
ausgebildeten Bundeslehrerinnen von AHS und BMHS vorbehalten),

- zusätzliche Investitionen in PH- und Uni-Strukturen sind für die
neue LehrerInnenbildung ebenfalls notwendig.

Die Bundesregierung hat für eine ausreichende Finanzierung von
PädagogInnenbildung und LehrerInnengehältern zu sorgen. Ohne
vermögensbezogene Steuern und ohne das Einsparen der
Doppelgleisigkeiten von Landesschulverwaltungen/Bezirks-, Landes- und
Bundeszuständigkeiten wird eine auf individuelle Förderung und
sozialen Zusammenhalt ausgerichtete tiefgreifende Bildungsreform
schwer finanzierbar.

Zwt.: Demokratie ist unteilbar: Repräsentative Zusammensetzung des
Zertifizierungsrates.

Die ÖLI-UG fordert neben der Vertretung der zuständigen
Bundesministerien ebenso die der unmittelbar betroffenen Studierenden
und des PH-/Uni-Personals, der ARGE LehrerInnen (für die 5
LehrerInnengewerkschaften) und der Sozialpartner ÖGB, BWK, AK und LWK
in dem geplanten Zertifizierungsrat, der über die Zulassung von
anbietenden Institutionen und über die Anerkennung der Pädagogischen
Studien als Anstellungserfordernis für die anschließende
Berufsausübung entscheiden soll.

zwt.: Gleichwertige Masterstudien für alle Schulstufen. Halbe
Unterrichtsverpflichtung bei berufsbegleitendem Master-Abschluss

Wie die ÖH fordern auch die Unabhängigen GewerkschafterInnen
transparente und gesetzliche Grundlagen für die neuen Lehramtsstudien
und für die Kriterien, nach denen Studien und anbietende
Institutionen zertifiziert werden. Der Gesetzgeber hat
sicherzustellen, dass für die Zuerkennung des Ausbildungsrechtes für
PHs die Kooperation mit einer Universität bzw. für Universitäten die
Kooperation mit einer PH zur Regel wird, damit Praxisorientierung und
Wissenschaftlichkeit sich in institutionalisierter Zusammenarbeit
entwickeln können und mittelfristig das Neben- und Gegeneinander von
PH und Unis produktiv überwunden wird.

Da die pädagogisch-fördernde Unterrichtsarbeit auf allen
Schulstufen gleich viel wert ist, erwarten die Unabhängigen
GewerkschafterInnen gleichwertige und gleich lange Masterstudien
aller LehrerInnen.

Bei berufsbegleitendem Abschluss der MA-Studien ist bereits
unterrichtenden KollegInnen mit Bachelor-Abschluss eine ein- bis
zweijährige Unterrichtsermäßigung zur Absolvierung des Masterstudiums
zu garantieren. Ebenso ist sicherzustellen, dass allen
LehramtsstudentInnen ein Rechtsanspruch auf Abschluss der Ausbildung,
d.h. auf Absolvierung des Einführungsjahres an der Schule (Induktion)
garantiert wird.

Für die öli-UG

Barbara Gessmann-Wetzinger, Wilfried Mayr, APS
Ingrid Kalchmair, AHS
Gary Fuchsbauer, BMHS
Reinhart Sellner, UGöd

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AGG

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel