Neues Volksblatt: "Reform" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 6. März 2013

Linz (OTS) - Die rote Karte für den roten Verteidigungsminister Norbert Darabos war höchst an der Zeit; er hatte sich einfach zu viele Fouls gegen das Bundesheer geleistet.
Hoffen wir für das Bundesheer, für die Sicherheit Österreichs, für den Katastrophenschutz und für den Zivildienst, dass der Neue mit mehr Begeisterung für seine Aufgabe, mit mehr Kompetenz und mit mehr Stehvermögen gegen Einflüsterer aus der eigenen Partei bei der Sache sein wird. Einen Vorteil hat der Jurist und SPÖ-Fraktionsvorsitzende im Bundesrat Gerald Klug jedenfalls gegenüber Darabos: Als ehemaliger Präsenzdiener weiß er, worum es geht, wenn von der Reform des Grundwehrdienstes die Rede ist.
Genau das ist nämlich die vordringliche Aufgabe des neuen Verteidigungsministers: Den Grundwehrdienst so zu gestalten, dass die Präsenzdiener einen Vorteil für ihr weiteres Leben daraus ziehen. Zu viel Zeit sollte sich Klug damit nicht lassen, denn Zeit vergeudet hat Darabos bereits genug; nicht nur mit seiner sinnlosen Volksbefragung.
Wo bei der Personalrochade für die SPÖ die Prioritäten liegen, beim Bundesheer oder in der Parteizentrale, dürfte klar sein. Denn beliebt war das Bundesheer bei den Linken noch nie; viele fordern sogar die Auflösung. Aber hoffen wir das Beste. Hoffen wir, dass sich der neue Verteidigungsminister als Reformer sieht und nicht als Totengräber des Bundesheeres.

Rückfragen & Kontakt:

Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
politik@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVB0001