ÖH zu Aufnahmeverfahren: vielzu kurze Fristen sind unzumutbar

angehende Studierende werden von Aufnahmeregelungen und Fristen überfallen

Wien (OTS) - Die Österreichische HochschülerInnenschaft übt scharfe Kritik an den heute bekanntgegebenen Firsten für die neu eingeführten Aufnahmeverfahren für bis zu 19 Studienrichtungen. "Der diesjährige Maturajahrgang wird mit der Neuregelung komplett überfallen", so Janine Wulz vom Vorsitzteam der ÖH. "Die Fristen für die Aufnahmeverfahren für die neu zugangsbeschränkten Fächer sind verantwortungslos und werden dazu führen das tausende junge Menschen schon auf Grund verpasster Fristen im Herbst vor verschlossenen Türen stehen."

Heftige Kritik übt die ÖH vor allem an den Fristen für die Wirtschaftswissenschaften. "Die Fristen ignorieren die Lebensrealität von angehenden Studierenden komplett, sie so früh anzusetzen entbehrt jeglicher logischen Grundlage" so Wulz. "Für die Voranmeldung endet die Frist bereits am 31. Mai. Zu diesem Zeitpunkt stecken die MaturantInnen mitten in der Vorbereitungszeit für die mündliche Matura, das ist absolut unzumutbar." Die Aufnahmeprüfung soll zudem am 9 Juli stattfinden. "Das ist genau die Zeit, zu der viele MaturantInnen auf Maturareise sind. Diese Reisen sind bereits gebucht und sind für den Klassenverband ein wichtiger Abschluss eines Lebensabschnitts, der nicht einfach storniert werden kann."

"Das Gesetz hat erst am Mittwoch den Nationalrat passiert. Bisher wurde von Seiten des Ministeriums flächendeckend kommuniziert, dass die Inskription bis 5. September möglich sein wird. Die Fristen für zugangsbeschränkte Fächer jetzt so knapp anzusetzen ist ein unzumutbarer Vertrauensbruch. Es ist unmöglich alle angehenden Studierenden so kurzfristig über diese Neuregelung zu informieren," Wulz. "Dass die Aufnahmeprüfungen zu dem nur einmal im Jahr stattfinden verschärft die Situation zusätzlich. Ob das rechtlich überhaupt zulässig ist werden wir prüfen lassen. Es wäre ja nicht das erste Mal, dass das Ministerium geltende Gesetze eher als vage Richtlinien interpretiert."

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