- 01.03.2013, 11:02:39
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GPA-djp fordert plus 3,7 Prozent für alle Beschäftigen im Finance-Sektor
"Reallohnverlust werden wir nicht akzeptieren" - Verhalten der Arbeitgeber unverständlich
Utl.: "Reallohnverlust werden wir nicht akzeptieren" - Verhalten der
Arbeitgeber unverständlich =
Wien (OTS/ÖGB) - Mit der Forderung nach einer Gehaltserhöhung von 3,7
Prozent starteten gestern Vormittag die diesjährigen
Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 80.000 Beschäftigten im
Finanzbereich. "Das Angebot der Arbeitgeber würde einen
Reallohnverlust für alle Beschäftigten bedeuten. Das ist für uns
absolut inakzeptabel", erklärt Wolfgang Pischinger,
GPA-djp-Verhandlungsleiter und Zentralbetriebsrat der Oberbank. ++++
Bei einer Jahresinflation von 2,4 Prozent bieten die Arbeitgeber
folgende Gehaltserhöhungen:
- bis 2.200 Euro plus 2,4 Prozent
- bis 3.300 Euro plus 1,2 Prozent
- über 3.300 Euro 0 Prozent - also eine Nulllohnrunde
"Für eine derartige Gestaltung, die für einen wesentlichen Teil der
Beschäftigten eine Nulllohnrunde darstellt, stehen wir nicht zur
Verfügung. Wir fordern für alle Beschäftigten eine Gehaltserhöhung,
die klar über der Inflationsrate von 2,4 Prozent liegt", so
Pischinger weiter.
Die Forderungen der ArbeitnehmerInnen im Detail:
- eine Erhöhung der Bruttogehälter, der KV-Zulagen und
Lehrlingsentschädigungen um 3,7 Prozent
- die Anrechnung von Karenzzeiten auf alle
dienstzeitabhängigen Ansprüche
- die kollektivvertragliche Verankerung von Arbeitszeitaudits
bzw. -bilanzen zur Einhaltung der vereinbarten Arbeitszeiten sowie
der korrekten Bezahlung der Mehrleistungen
- die Aufnahme von Verhandlungen für einen "Kollektivvertrag
für banknahe Dienstleistungen", um weiteres Outsourcing und
Nearshoring zu stoppen und Arbeitsplätze und Dienstleistungsqualität
abzusichern
Bei der ersten Verhandlungsrunde lagen die Positionen von
Arbeitgebern und Arbeitnehmern weit auseinander. Nächster
Verhandlungstermin: 7. März.
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