• 01.03.2013, 10:28:56
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FPÖ-Mölzer: Russische Oligarchen zur Zypern-Rettung heranziehen

Für superreiche Russen ist Inselstaat Waschanlage von Schwarzgeld - Wenn Zyperns Banken zehn Mrd. Euro brauchen, dann sollen dafür nicht die europäischen Steuerzahler blechen

Utl.: Für superreiche Russen ist Inselstaat Waschanlage von
Schwarzgeld - Wenn Zyperns Banken zehn Mrd. Euro brauchen,
dann sollen dafür nicht die europäischen Steuerzahler blechen =

Wien (OTS) - Wenn Medienberichten zufolge zehn Milliarden Euro des
insgesamt 17 Milliarden Euro schweren Rettungspakets für Zypern für
die Bankenrettung draufgehen sollen, dann sei dies untragbar, sagte
heute der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament,
Andreas Mölzer. "Es darf nicht länger so sein, dass Gewinne
privatisiert, Verluste hingegen solidarisiert, also auf die
Steuerzahler abgewälzt werden", hielt Mölzer fest.

Was Zypern betreffe, seien, so der freiheitliche EU-Mandatar, statt
den europäischen Steuerzahlern die russischen Oligarchen zur
Bankenrettung heranzuziehen. "Dass superreiche Russen auf dem
Inselstaat Schwarzgeld geparkt bzw. dort gewaschen haben, ist
hinlänglich bekannt. Deshalb kann es nur gerecht und billig sein,
dass diejenigen, die aus der zypriotischen Finanzwirtschaft einen
Vorteil gezogen haben, nun einen angemessen Beitrag zur Bankenrettung
leisten", erklärte Mölzer.

Weiters wies der freiheitliche Europaabgeordnete darauf hin, dass die
bisherige Praxis, Banken ohne Wenn und Aber mit Steuergeldern zu
retten, zu hinterfragen sei. "Egal ob Irland, Griechenland oder nun
Zypern: In der Euro-Zone ist die Schuldenkrise auch eine Bankenkrise,
die durch Fehlspekulationen im großen Stil verursacht wurde. Deshalb
wäre es an der Zeit, auch die Gläubiger und Spekulanten zur Kasse zu
bitten, weil sich sonst das bisherige Spiel fortsetzen wird und am
Ende immer die Steuerzahler blechen müssen", schloss Mölzer.

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