FPÖ-Mölzer: Russische Oligarchen zur Zypern-Rettung heranziehen

Für superreiche Russen ist Inselstaat Waschanlage von Schwarzgeld - Wenn Zyperns Banken zehn Mrd. Euro brauchen, dann sollen dafür nicht die europäischen Steuerzahler blechen

Wien (OTS) - Wenn Medienberichten zufolge zehn Milliarden Euro des insgesamt 17 Milliarden Euro schweren Rettungspakets für Zypern für die Bankenrettung draufgehen sollen, dann sei dies untragbar, sagte heute der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer. "Es darf nicht länger so sein, dass Gewinne privatisiert, Verluste hingegen solidarisiert, also auf die Steuerzahler abgewälzt werden", hielt Mölzer fest.

Was Zypern betreffe, seien, so der freiheitliche EU-Mandatar, statt den europäischen Steuerzahlern die russischen Oligarchen zur Bankenrettung heranzuziehen. "Dass superreiche Russen auf dem Inselstaat Schwarzgeld geparkt bzw. dort gewaschen haben, ist hinlänglich bekannt. Deshalb kann es nur gerecht und billig sein, dass diejenigen, die aus der zypriotischen Finanzwirtschaft einen Vorteil gezogen haben, nun einen angemessen Beitrag zur Bankenrettung leisten", erklärte Mölzer.

Weiters wies der freiheitliche Europaabgeordnete darauf hin, dass die bisherige Praxis, Banken ohne Wenn und Aber mit Steuergeldern zu retten, zu hinterfragen sei. "Egal ob Irland, Griechenland oder nun Zypern: In der Euro-Zone ist die Schuldenkrise auch eine Bankenkrise, die durch Fehlspekulationen im großen Stil verursacht wurde. Deshalb wäre es an der Zeit, auch die Gläubiger und Spekulanten zur Kasse zu bitten, weil sich sonst das bisherige Spiel fortsetzen wird und am Ende immer die Steuerzahler blechen müssen", schloss Mölzer.

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