ÖGJ-Michlmayr: Europa braucht verbindliche Jugendgarantie

EU muss den Mitgliedern Maßnahmen gegen Jugendarbeitslosigkeit vorschreiben - bei der Verschuldung gibt es ja auch verbindliche Regeln

Wien (OTS/ÖGB) - "Wer sich schon in jungen Jahren daran gewöhnen muss, ohne Job zu sein, ist auch in seinem weiteren Leben überdurchschnittlich oft von Arbeitslosigkeit betroffen. Deshalb ist es so wichtig, dass sich die EU-SozialministerInnen nun auf eine Jugendgarantie nach österreichischem Vorbild geeinigt haben", sagt Jürgen Michlmayr, Vorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ). Der Haken an der Sache sei aber, dass sich die SozialministerInnen nur auf Empfehlungen einigen konnten. "Notwendig sind verbindliche Regelungen, an die sich auch alle EU-Länder zu halten haben. So wie die EU den Ländern Obergrenzen bei der Verschuldung vorschreibt, so muss sie ihnen auch Höchstgrenzen bei der Jugendarbeitslosigkeit vorschreiben", so Michlmayr.

Schluss mit dem Sparwahn - in Jugend investieren

"Wenn die Jugend eine Bank wäre, hätte sie die EU schon längst gerettet", so der ÖGJ-Vorsitzende. Für Bankenpakete war genug Geld da, Investitionen in Wachstum und Beschäftigung - und damit in die Jugend - sind hingegen dem Sparwahn zum Opfer gefallen, zu dem die Länder von der EU-Kommission angetrieben werden. "Die Sparpakete rauben den jungen Menschen die Perspektive, und für Jung und Alt stehen Arbeitslosigkeit oder zumindest Einkommenskürzungen auf der Tagesordnung. So werden die Länder Europas nicht aus der Krise herauswachsen können. Europa darf nicht weiter kaputt gespart werden. Das ist uns als Gewerkschaftsjugend ein besonderes Anliegen, denn die Jugend zahlt den höchsten Preis für die Wirtschaftskrise", so Michlmayr.

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