Neues Volksblatt: "Bedrohung?" von Michael KALTENBERGER

Ausgabe vom 26. Februar 2013

Linz (OTS) - "Die Polizei bedroht uns, ..., immer öfter werden wir vor der Kirche beobachtet, angehalten und kontrolliert", beschwert sich einer der Besetzer der Wiener Votivkirche über die Behandlung in Österreich.
Jeden Tag werden viele Österreicher angehalten und kontrolliert, und die wenigsten fühlen sich dadurch bedroht; außer jene vielleicht, die dafür schon ihre Gründe haben werden. Und schon gar keiner käme auf die Idee, sich in einer Presseaussendung darüber zu beschweren. Denn anhalten und kontrollieren, das ist nun einmal der Job der Polizei. Wenn es nach den Asylwerbern und ihren Helfern geht, dann dürfen in Österreich alle angehalten und kontrolliert werden; nur jene nicht, die sich - vielleicht, vielleicht auch nicht, aber klären lässt sich das nur durch Kontrollen - unrechtmäßig in Österreich aufhalten. Und die, um der Republik in Bausch und Bogen Aufenthaltsgenehmigungen abzupressen, eine Kirche in Beschlag genommen haben.
Ist es Realitätsverlust oder sind die Votivkirchen-Besetzer von ihren Freunden nur schlecht beraten? Denn zu meinen, man könnte Gastfreundschaft erzwingen, ist ein Trugschluss.
Das darf nicht funktionieren, weil schlechte Beispiele Schule machen. Deshalb muss man jenen Dank sagen und Respekt zollen, die ihren Job machen, auch wenn es dafür keinen Beifall gibt. Den Zuständigen im Innenministerium zum Beispiel und den Polizisten - denen vor allem.

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