• 25.02.2013, 11:25:48
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LehrerInnendienstrecht: Es geht nicht um Zulagen - es geht um Schulqualität!

Unabhängige GewerkschafterInnen zu dem in der Zeitschrift ÖSTERREICH veröffentlichten Regierungsangebot

Utl.: Unabhängige GewerkschafterInnen zu dem in der Zeitschrift
ÖSTERREICH veröffentlichten Regierungsangebot =

Wien (OTS) - Während sich die Gewerkschafts-Verhandler zu
Stillschweigen über Verhandlungsinhalte verpflichtet haben, sieht das
die Gegenseite anscheinend nicht ganz so eng: Die Zeitschrift
ÖSTERREICH verlautbart, dass die Regierung den LehrerInnen-Vertretern
das Angebot mache, NeulehrerInnen durch Zulagen "bis zu 700.-" ein
Anfangsgehalt von "bis zu 3.100 Euro" zu bieten. Da können
Normalverdiener vor Neid nur erblassen.

Die Unabhängigen GewerkschafterInnen in der GÖD weisen die
Darstellung, wonach es den LehrerInnen um 700 Euro Zulagen gehe,
entschieden zurück. Tatsache ist, dass ohne die versprochenen Zulagen
das angebotene Bruttogehalt unverändert bei 2.400.- läge, mit
deutlich verflachter Gehaltskurve und einer Erhöhung der
Unterrichtsverpflichtung von 20 auf 24 Stunden, lebenslänglich, mit
ganz wenigen Abschlagsmöglichkeiten. Ein attraktives Angebot?

Entscheidend für die Bildungsqualität und die Arbeitsplatzqualität
an den österreichischen Schulen ist die Zeit für den Unterricht, für
Vor- und Nachbereitung, für Korrekturarbeiten, für individuelle
Begleitung und Förderung der SchülerInnen. 24 Stunden
Lehrverpflichtung bedeuten in der Sekundarstufe wenigstens zwei
Klassen, d.h. 50 bis 60 SchülerInnen mehr, und damit bleibt den
LehrerInnen deutlich weniger Zeit für jede und jeden einzelnen. Ein
attraktives Angebot?

Mit Zulagen ist dieses Problem nicht zu lösen, dazu braucht es
nicht nur für die AHS- und BMHS-Oberstufe die Bereitstellung der für
mehr Schulqualität notwendigen Planstellen für Lehrerinnen, für
PsychologInnen und Sozialarbeiterinnen, die SchülerInnen, Eltern und
LehrerInnen vor Ort zur Seite stehen, und für Verwaltungspersonal,
das v.a. die Schulleitungen entlastet.

Die in ÖSTERREICH gezündete "Bombe" des Regierungsangebotes ist
immer noch ein Sparpaket auf dem Rücken der LehrerInnen und ihrer
SchülerInnen. Verantwortbar?

Zwt: Bildung kostet.

Die Unabhängigen GewerkschafterInnen in der GÖD und die
Österreichischen LehrerInnen-Initiativen fordern die Regierung auf,
für das neue Dienstrecht und die neue LehrerInnenbildung die
notwendigen Budgetmittel in die Hand zu nehmen:
- Masterstudium und entsprechende Bezahlung für alle LehrerInnen,
nicht nur wie bisher für AHS und BHS und nicht auf Basis von Zulagen.
- Ausreichend Zeit für Unterricht und individuelle Beratung und
Förderung aller SchülerInnen, keine Arbeitszeiterhöhung für
LehrerInnen, auch nicht über Zulagen,
- Stärkung der demokratischen Mitbestimmungsrechte an den Schulen!
"Es gibt nur eines, das noch teurer ist als Bildung: Keine Bildung!"
(John F. Kennedy

Zwt: Information, Stärkung der Mitgliederrechte.
Gewerkschaftsdemokratie

Von den GÖD-Verhandlern und von den LehrerInnengewerkschaften der
GÖD fordern ÖLI-UG ein Ende der Geheimpolitik, rasche Information der
KollegInnen und eine Urabstimmung über das lt. ÖSTERREICH "vor
Ostern" zu erwartende Ergebnis.

Für die Unabhängigen GewerkschafterInnen im öffentlichen
Dienst+Ausgegliederte: Reinhart Sellner, Beate Neunteufel-Zechner -
UGöd-Vorsitzende, Wilfried Mayr, Barbara Gessmann-Wetzinger, Josef
Fuchsbauer, Ingrid Kalchmair - ÖLI/Österreichische
LehrerInneninitiative

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