BetriebsrätInnen aus dem Sozial-und Pflegebereich warnen vor "Verarmung" der Beschäftigten in der Sozialwirtschaft

Einkommensschere zwischen Sozialwirtschaft und Durchschnitt aller anderer Branchen geht immer weiter auseinander

Wien (OTS) - Mit einer überfraktionellen Initiative wollen BetriebsrätInnen aus dem privaten Sozial-, Gesundheits-, Pflege- und Betreuungsbereich die Verantwortungsträger in der Sozialwirtschaft -insbesondere an die öffentlichen Fördergeber - wachrütteln: die Armut unter den Beschäftigten der Sozial-, Gesundheits- und Pflegeberufe wachse nämlich dramatisch! In ihrem Aufruf weisen sie darauf hin, " dass die Armut unter unseren KollegInnen erschreckende Ausmaße angenommen hat und weiter steigt."

"Die Verarmung zahlreicher Beschäftigter dieser 'Zukunftsbranche'," so die BetriebsrätInnen weiter , "wird durch einen der niedrigsten Kollektivvertragsabschlüsse der letzten Zeit noch weiter ansteigen." Seit dem letzten Jahr sei "der Abstand zu den Durchschnittseinkommen der Privatbeschäftigten um ein Prozent angestiegen und liegt nun bei 18 %," führen die BelegschaftsvertreterInnen weiter aus.

Zwt.: Politik trägt entscheidend Mitverantwortung!

Die Arbeitgeber der Sozialwirtschaft wie auch die politischen Verantwortungsträger dürften sich nicht länger aus ihrer Verantwortung für diese dramatische Entwicklung stehlen und nicht länger die Augen verschließen. Die Aufrufenden weisen daher jene, die "Verantwortung tragen - insbesondere die Politik" öffentlich darauf hin, "dass der ungenügende Kollektivvertragsabschluss (2,75 % auf die Kollektivvetragsgehälter, was de facto einen Reallohnverlust bedeutet) die besorgniserregende Verarmung von Beschäftigten unserer Branche noch weiter verschärfen wird."

Die Liste der bisherigen UnterstützerInnen des Aufrufs kann unter
http://brsozial.wordpress.com/2013/02/20/armutsgefahrdung-fur-beschaf
tigte-im-sozialbereich/ eingesehen werden.

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Stefan Taibl, Betriebsratsvorsitzender PSZ Ges.m.b.H. NÖ
Tel: 0699/166 185 72
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